KISCHKER
in der
Batschka

1786 - 1944

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Wenn du reisen willst,

musst du die Geschichte des Landes kennen und lieben.

Theodor Fontane, Dichter

1. Reise: Nach Kischker

10 Personen - 2 Kischkerer und 8 Nachkommen,

haben am 23. Sept. 2018  privat eine Reise in die Batschka und nach Kischker unternommen. 

 

Ein kleiner Abriss der Reise:

am 23. Sept. 2018 

•  Flug von Frankfurt nach Belgrad 

•  Belgrad Flughafen: Übernahme des Mietwagens.

•  Fahrt ins Hotel -Golden Star- nach Kula.

 

am Mo. 24. Sept. 2018

  • es regnet
  • ausgiebiges, gutes Frühstück im Hotel
  • gegen 13:00 Uhr, Besuch  des Heimatmuseums in Werbaß - ohne Voranmeldung. Nach kurzer Zeit war trotzdem eine Dame des Museums da, und hat uns auf englisch     einen groben Überblick vermittelt. Das Museum - ehemals Apotheke Schuch - ist sehr schön, informativ und neu renoviert.

Es hat aufgehört zu regnen. Wir fahren nach Kischker und besuchen    den Friedhof mit unserem Ahnendenkmal, legen ein Gesteck am Denkmal  nieder  und  gedenken unseren Ahnen.

 

 am Di. 25. Sept. 2018

  • fahren wir nach Sombor, eine sehr schöne, alte Stadt, mit Gebäuden aus der Habsburger Zeit. Wir besuchen das "Grassalkovich Palais", ein Gebäude das zur Zeit der Ansiedlung bis heute diesen Namen trägt. In diesem war die Kameralverwaltung untergebracht. Hier mussten sich alle unsere Vorfahren registrieren lassen und sind dann in die einzelnen Dörfer verteilt worden.

         Das Rathaus, die Prachtstraße, viele alte Bauten um das Zentrum sind sehenswert.

 

  am Mi. 26. Sept. 2018

  • besuchen wir wieder Kischker, haben dort von einem Bewohner Kischkers eine Einladung zum Kaffee. Danach besuchen einige unserer Gruppe Häuser ihrer Vorfahren, wo sie herzlich aufgenommen und bewirtet wurden. Schnaps und Kuchen wurde im Überfluss gereicht.

 

   am Do. 27. Sept. 2018

  • Apatin an der Donau: Hier gingen unsere Vorfahren - die meisten - von den Ulmer Schachteln, den Zillen, den Kelheimer Plätten an Land, fassten Verpflegung und machten sich nach kurzer Verweildauer auf den Weg nach Sombor in die Kameralverwaltung, zur Registrierung. Auch ein schöne alte Stadt, mit der Bierbrauerei "Jelen", die nach Rezepten aus deutscher Zeit braut. Ein leckeres Bier. Ehemals Brauerei Hirsch, heute in amerikanisch-kanadischer Hand. Im Restaurant an der Donau haben wir unser Abendessen eingenommen. Einige Fischpaprikasch aus dem Kessel, andere, serbische Küche. Alles war hervorragend! 
  • Auf der Hinfahrt besuchen wir den Hornjakov-Salasch bei Sombor, der noch weitgehend   so ist, wie zu deutscher Zeit. Einige Zimmer sind mit Möbel aus dieser Zeit ausgestattet.  Obwohl der Salasch Betriebsruhe hat, werden wir herzlich empfangen und zu Kaffee und Getränken eingeladen.

 

am Fr. 28. Sept. 2018

  • Wir sind den ganzen Tag in Kischker.
  • Besuchen die anonymen Massengräber der im November 1944 ermordeten Kischkerer Landsleute und gedenken ihnen: Am Bahndamm mit 78 Toten, bei der Ziegelei Heinz mit 48 Toten, gegenüber der Hanffabrik Frank an der Straße nach Alt-ker  mit 14 Toten.
  • Durch Kischker geschlendert und die von Neubürgern angebotene Getränke nicht abgeschlagen. Ingrid ist von einer interessierten Jugendgruppe belagert und über unser Dasein ausgefragt worden. Sie ist kaum auszumachen mitten unter den Jugendlichen.

 

am Sa. 29. Sept. 2018 

  • Am Samstag fahren wir nach Sremksi Karlovici, das  südlich von Petervardein liegt. Ein vom Tourismus vereinnahmtes altes Städtchen mit einem orthodoxen Kloster und einigen Keltereien.

  

 am So. 30. Sept. 2018 

  • Die Koffer sind gepackt, wir machen uns auf den Weg zum Flughafen Belgrad. In Jarek machen wir einen Halt. Am Denkmal der dort im Vernichtungslager umgekommenen Landsleuten legen wir ein Gesteck nieder und gedenken den umgekommenen, unglücklichen Kindern und Erwachsenen.

 

 Es folgte ein ruhiger Heimflug und ein individuelle Heimreise der Teilnehmer. 

 

Hinweis: Wir, unsere Gruppe ist schon zum dritten Mal in der Batschka. Es gibt noch viele andere Orte, die es wert sind besucht zu werden oder von uns schon besucht wurden.

 

Fazit: Einige der Neubürger in Kischker wollten uns Deutsche bei sich begrüßen.

        

Ein junger Mann hat uns sogar gebeten, wir sollen im eine deutsche Frau zum 

Heiraten suchen. Dies in vollem Ernst!

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Vor Wochen haben mir Besucher von Kischker -Vater und Tochter- die das Haus ihrer  Mutter/Großmutter besuchten, berichtet, dass sie von den jetzigen Bewohnern gefragt wurden, warum es über 70 Jahre gedauert hat, bis sich Angehörige der früheren Bewohner  bei ihnen gemeldet haben.

 

              Nächstes Jahr 2019 werden es 75 Jahre seit der Vertreibung 1944!

 W.N.

2.

Hier im Archiv finden Sie Berichte über frühere Reisen in die Batschka. 

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Einladung

zum Kischkerer

Frühjahrs -Treffen

am  Sa. 23. März 2019

in KARLSRUHE - NEUREUT

in der Hardtstube 

der Badnerlandhalle.

 

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