Kischker  1786 - 1944                                                ein donauschwäbischer Ort in der Batschka 
heute:  
Bačko Dobro Polje  in der Vojvodina - im Süden der Batschka gelegen
 

Unsere Untertitel

• 04   DIES UND DAS 

 

 


 

 Dies & Das




Wissenswertes 

und vielleicht auch nicht ganz so Wichtiges.

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21. Mai 2020

Serbien hat die Grenzen für Ausländer wieder geöffnet. Im Land gibt es aber noch Corona-Einschränkungen.   

Die jugoslawische Ära – als Fremde im „Vaterland“

Josef Beer – Donauschwäbische Zeitgeschichte aus erster Hand. 1987

 Die jugoslawische Ära - als Fremde im „Vaterland“

    Als Schnittpunkt verschiedener Kulturen und Ideen mit ihren geistigen Zentren in Rom, Venedig, Wien, Budapest, Istanbul und vor allem Moskau hat der von den südslawischen Völkern bewohnte Raum ein besonderes Gepräge. Darin liegt auch die Erklärung dafür, dass unser Schicksal ein anderes war als das der anderen Donauschwaben in Ungarn oder Rumänien. Als ein Rassestolzes und seiner Eigenart bewusstes Volk lehnte der Serbe im Gegensatz zum Madjaren grundsätzlich eine Assimilation ab; er wollte kein fremdes Volkstum in seinem Volkskörper aufsaugen. Bei dieser ablehnenden Haltung hätten also die Deutschen - selbst wenn gewollt - niemals im Serbentum aufgehen können. Durch ein Aufgehen in fremdes Volkstum war somit das Problem der deutschen Minderheit nicht zu lösen. Die Apartheid der einzelnen Volksgruppen war daher nicht durch eine Integration in eine gemeinsame Nation zu überwinden; der Donauraum war kein Schmelztiegel.     Unsere Parole „staatstreu und volkstreu“ war immer aufrichtig gemeint. Nach unserem ganzen Wesen waren wir immer loyale Staatsbürger, trotzdem begegnete man uns mit Misstrauen. Vielleicht hat ein solches Misstrauen tiefe Wurzeln im Wesen gerade der Serben. Sie unterstellen eben, dass andere Völker auch so eingestellt sind wie sie. Für sie war ihre an sich nicht unbegründete illoyale Haltung gegenüber Ungarn eine nationale Selbstverständlich-

keit, daher sahen sie in den Deutschen, aus ihrer eigenen Haltung heraus, immer eine verkappte „Fünfte Kolonne einen Ansatzpunkt für eine Einmischung von außen, obwohl solche Bestrebungen nie vorhanden waren.

    Wenn wir abschließend noch einmal die jugoslawische mit der ungarischen Zeit vergleichen, so kommen wir zur Feststellung, dass zwar die Madjarisierung eine geistige Bedrohung unseres Volkstums, die serbische Einstellung zu uns jedoch eine physische Bedrohung war.     Alles, was sich in der deutschen Volksgruppe abgespielt hatte, war letztlich doch von völlig untergeordneter Bedeutung und ohne den geringsten Einfluß auf die große Politik. Die Deutschen Jugoslawiens wollten den Krieg nicht, konnten ihn aber andererseits auch nicht verhindern. Entgegen ihrem Willen ist es trotzdem zum Krieg gekommen.     Unsere eigene Geschichtsschreibung hat sich noch ausführlich mit der jugoslawischen Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zu beschäftigen. Es gilt dabei folgendes zu belegen:  

l.  Die Einverleibung unseres Siedlungsgebietes in diesen neuen Staat war sowohl eine Verletzung des Völkerrechts als auch im Gegensatz zu den Kriegszielen der Alliierten,    wonach bei Grenzveränderungen eine Volksbefragung voranzugehen habe. Die Serben haben sich darüber hinweggesetzt und diese Gebiete einfach als Kriegs-beute annektiert.

2. Der neue Staat war von vornherein minderheiten- und insbesondere deutschfeindlich ein   gestellt. Alle Bestrebungen gingen darauf hinaus, die Deutschen zu schwächen und sie bei passender Gelegenheit aus diesem Raum zu verdrängen; den Deutschen wurde dort kein Lebensrecht zugebilligt. Die Deutschen waren mit ihrer Losung „Staatstreu und Volkstreu“ immer loyale Staatsbürger, nur der Staat war zu den Deutschen nicht loyal.

3. Der folgenschwerste Verstoß gegen die Gleichberechtigung der Deutschen und die Einengung ihres Lebensraumes war die Agrarreform von ab 1919, verbunden mit einer slawischen Kolonisation und die spätere Liegenschaftsverordnung, wie bereits behandelt. Was dem Kaisern zu unrecht vorgeworfen wurde, trifft hier eindeutig zu: Ein massiver staatlich     gelenkter und geförderter Eingriff in den deutschen Lebensraum zugunsten der Serben.

4. Aus reiner Abwehr gegen die Bedrohung der Volksgruppe ist es zu Aktivierung in der Volksgruppe und zum stärkeren Zusammenschluss im Kulturbund gekommen.   

5. Bei der Betrachtung der jugoslawischen Zeit nimmt das Deutschtum im kroatischen Raum in einigen Beziehungen eine Sonderstellung ein, war es doch hineingestellt in die Auseinandersetzung zwischen den Serben und Kroaten, die letztlich zum Auseinanderbrechen des künstlichen Staates Jugoslawien 1941 geführt hat. Es hat sich erforderlich erwiesen, darüber eine eigene Arbeit, gewissermaßen als Ergänzung zu Dr. Jankos Buch, zu veröffentlichen. Dr. Valentin Oberkersch ist dabei, seine    bereits vor Jahren erschienene Darstellung über dieses Gebiet um die Zeit bis zur Flucht zu ergänzen.  

4. Planmäßig vorbereiteter und grausam durchgeführter Völkermord

    Es wäre historisch falsch, wollte man die Vertreibung und Ausrottung der Deutschen als einen spontanen Racheakt oder als eine zwar harte, aber gerechtfertigte Strafmaßnahme für ein angeblich illoyales oder gar verbrecherisches Verhalten hinstellen. Der Wunsch und der Wille, die Deutschen in ihren Grundfesten zu zerstören und sie aus ihrem geistig-kulturellen und wirtschaftlichen Besitztum zu verdrängen, ist schon gleich nach 1918 zu erkennen gewesen. Der Verlauf des Krieges ab Herbst 1944 bot nur die günstigste Gelegenheit, das Vernichtungswerk noch vor Kriegsende, und zwar systematisch, in Angriff zu nehmen. Beschlossen waren solche Maßnahmen schon viel früher, gesetzlich verankert sind sie allerdings erst seit den berüchtigten Beschlüssen von Jajce am 21. November 1944. Sie enthielten folgende   

Bestimmungen:

1. Alle in Jugoslawien lebenden Personen deutscher Abstammung verlieren automatisch die jugoslawische Staatsbürgerschaft und alle bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte.

2. Der gesamte Besitz aller Personen deutscher Abstammung - sowohl der bewegliche als  auch der unbewegliche ~ hat als vom Staate beschlagnahmt zu gelten und geht automatisch in dessen Eigentum über.

3. Personen deutscher Abstammung können weder irgendwelche bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Rechte beanspruchen und ausüben, noch Gerichte oder staatliche Institutionen zu ihrem persönlichen oder rechtlichen Schutz anrufen. Die Durch-führung dieser Bestimmungen im Klartext:   

1. Massenliquidierung durch Erschießungen, Ermordungen usw. 

2. Massendeportierungen nach Rußland und zu anderen Zwangsarbeiten. 

3. Massenvernichtung durch Hunger und Seuchen in Konzentrationslagern.

      Jedes Fragen nach einer etwaigen eigenen Schuld an diesem Massenmorden, an der grausamen Vernichtung so vieler Menschen ist völlig abwegig. Die Kommunisten brauchten eben unseren landwirtschaftlichen Besitze für die Errichtung von Kollektivbetrieben und den Lebensraum für die Neuansiedlung von Kolonisten. Die Schuld an diesem Verbrechen liegt also ausschließlich bei den neuen Machthabern.  

An einem Mord kann niemals der Ermordete, sondern nur der Mörder Schuld tragen!

   Interessante Darstellungen darüber gibt auch der später in Ungnade gefallene ehemalige Chefideologe der Partisanen, Milovan Djilas, in seinem in deutscher Übersetzung im Molden Verlag, Wien-München 1978 erschienen Memoiren: „Auch die Wojwodina wurde befreit... Damit tauchte auch das Problem der deutschen und ungarischen Minderheit auf...In Wirklichkeit sah sich das Politbüro allein mit dem Problem der ungarischen Minderheit konfrontiert, da das Schicksal der deutschen Bevölkerungsgruppe sozusagen vorbestimmt war. Sowohl unsere Krieger als auch das Volk waren „unserer“ Deutschen dermaßen überdrüssig geworden, dass man im Zentralkomitee die Frage einer Vertreibung viele Male angeschnitten hatte. In den kargen aufständischen Landstrichen meldete sich auch ein Hunger nach fruchtbarem Boden: Ein Großteil des Bodens, der bei der Agrarreform nach dem Krieg aufgeteilt wurde - wenn nicht sogar das meiste davon - hatte in Wirklichkeit den Deutschen gehört.“ Kardelj hob hervor, sie hätten dadurch (gemeint ist die Vertreibung der Deutschen) die produktivste Bevölkerungsgruppe verloren.  Über die ungarische Volksgruppe ist folgendes ausgeführt: „Die Parteiführung der Wojwodina hatte den Standpunkt vertreten, daß man auch die Ungarn aus Jugoslawien vertreiben solle - einen Standpunkt, der sich zweifellos auf der Stimmung des serbischen Bevölkerungsanteils gründete. Es war das die Reaktion auf die ungarischen Okkupanten und die ungarischen ,Pfeilkreuzler`Leute. Diese seien berühmt gewesen, die Nazis noch zu übertreffen: Sie töten die Serben nicht bei Massenerschießungen,... sondem schoben sie , ´nur` unter die dicke Eisdecke der Donau bei Neusatz; sie vertrieben die Serben von ihrem Landbesitz und siedelten dort Ungarn an.“  Das Zentralkomitee entschied sich gegen die Vertreibung der Ungam, und zwar - laut Djilas - mit folgender Begründung:      „Sowjetische Vertreter hatten uns bereits wiederholt wissen lassen, daß die sowjetische Regierung eine Vertreibung der Ungarn mißbilligen würde,... auch sei Ungarn kein so großes Land, das wir es in Zukunft so zu fürchten brauchten wie etwa Deutschland... Und schließlich könnte doch die Bevölkerung, die Frauen und Kinder, an den Verbrechen ihrer Machthaber nicht schuld sein.“  

(Aber keiner fand eine Erklärung dafür, warum dieses Argument nicht auch für die Deutschen gelten sollte.)

    Ähnlich wie die Maßnahmen gegen die Juden im Dritten Reich war die Vertreibung der Deutschen von höchster Stelle beschlossen, denn die ausführende Minderheit der Partisanen handelte ja nur im Auftrag ihrer Regierung, insoweit war also diese Minderheit mit dem ganzen Regime, mit der Staatsspitze identisch, insgesamt also für alles verantwortlich.  

Dieser mit so vielen Kriegsverbrechen belastete Kreis maßte sich an, über uns zu richten! Selbst wenn Menschen aus unseren Reihen Verbrechen begangen haben sollten, so dürften darüber niemals andere, die gleiche Verbrechen verübt hatten, richten.

    Es gehört zwangsläufig zu jedem Bürger- oder Partisanenkrieg, dass er brutal geführt wird und in Scheußlichkeiten ausartet. Wer einen solchen beginnt, muss von Anfang an mit Gegenmaßnahmen rechnen. Mit Kriegsverbrechen in diesem Kampf haben erstmalig die Partisanen begonnen - die deutschen Gegenmaßnahmen waren nur eine Antwort darauf.  

Weiterhin gehört es zu allen Bürgerkriegen, dass hinterher der Sieger blutige Rache am Verlierer nimmt, und zwar wiederum in grausamer Weise. Hinzu kommt hier noch die blutige Balkantradition aus der Zeit der Türkenkriege. Vergleicht man diese Darstellung mit dem Bericht Böhms über die Grausamkeiten des Bürgerkrieges während der Revolutionszeit 1848/49, so findet man darin eine Bestätigung für diese Behauptung.

    Es gab nämlich nicht nur friedliche, mit uns im besten Einvernehmen lebende Serben, sondern auch andere, was jeder Daheimgebliebene bestätigen wird.      An diesem Mordwerk beteiligten sich auch solche, die während des Krieges noch friedliche Bürger waren. Vielleicht wollten sich viele durch dieses Heldentum nach Torschluss nur ein Alibi dafür schaffen, dass sie bislang am Partisanenaufstand nicht teilnahmen. Jetzt wollten sie ihre patriotische Gesinnung durch Morden und Quälen deutscher Menschen unter Beweis stellen.

Da die Deutschen vogelfrei waren, durfte jeder sie töten im Bewusstsein, ein nationales Werk vollbracht zu haben. 

„ Zu unterscheiden ist zwischen töten im Kampf oder nach Kriegsrecht und dem kaltblütigen Morden nach dem Krieg. Töten aus Rache ist reiner Mord!“

         Die zahlreichen deutschen Touristen, die an den wunderbaren Küsten der Adria oder sonst wo im interessanten Hinterland Sonne, Vergnügen und Erholung suchen, wissen und ahnen nicht, was sich dort in der ersten Nachkriegszeit abgespielt hat.      Sicher sind im Verlauf dieses Krieges auch in Jugoslawien viele Menschen durch deutsche Schuld umgekommen, doch daran waren doch in fast allen Fällen gerade die Partisanen schuld, denn sie hatten durch ihren Terror den Anstoß dazu gegeben, sie haben sogar mit voller Absicht deutsche Repressalien provoziert.  

Hinterher haben sie dafür hundertfach an wehrlosen und unschuldigen Zivilisten Rache genommen, und das obendrein in grausamster Weise.   

nach Josef Beer – Herbst 1987 


Seite 16  -  Auszug aus den Mitteilungen der Donauschwaben Nr. 2 v. 15. April 2020 

Zur Erinnerung 

Es waren die deutschen Bauern im Banat und der Batschka, die das Sumpfland mit Blut und Schweiß zur Kornkammer Pannoniens machten! 

Das darf nicht vergessen werden! 

Institut für landwirtschaftliche Betriebs- und Arbeitslehre an der Christian-Albrecht-Universität 

Direktor: Prof. Dr. G. Blohm

GUTACHTEN zur Bewertung der deutschen Bauernwirtschaften im Banat und in der Batschka zwecks Lastenausgleiches 1952.    

Vor dem Zusammenbruch 1945 war ich Inhaber des Lehrstuhls für landw.Vertriebs- und Arbeitslehre an der Technischen Hochschule in Danzig und an der Universität in Posen. Ich habe während dieser Zeit mehrmals die Batschka in Jugoslawien und das Banat in Rumänien besucht, um deutsche Bauernwirtschaften in ihrer betriebswirtschaftlichen Situation zu studieren. Ich habe auch durch Studenten, die aus dem Südosten stammten, eingehende betriebswirtschaftliche Untersuchungen an deutschen Bauernwirtschaften dieser Gebiete durchführen lassen. Es war mir daher möglich, einen guten Einblick in die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse der deutschen Bauernwirtschaften zu erhalten. Ich möchte daher zur Erleichterung der Taxation der Betriebe Anregung geben: Sowohl die Batschka wie das Banat verfügten in der tiefgründigen Schwarzerde auf Lössboden über die wertvollsten Ackerböden, die überhaupt in Europa zu finden sind. Ein ähnlicher Boden existiert in Deutschland in der Magdeburger Börde, der aber nur in den besten Gemeinden die Qualität der Schwarzerde von Banat und Batschka erreicht. Infolgedessen lag auch der Reichsspitzenbetrieb der Reichsbodenschätzung auf Bördeboden im Kreise Catbe, ebenfalls Schwarzerde auf Löss. Teilweise litten die Böden im Frühjahr unter Nässe.

Es waren aber in den Jahrzehnten vor dem Kriege genügend Entwässerungsanlagen geschaffen worden, um diesen Übelstand zu beseitigen. Der gute Schwarzerdboden lieferte beachtliche Erträge bei einem für unsere Verhältnisse unwahrscheinlich geringen Aufwand an Arbeit und Düngung. Kunstdünger wurden wenig angewandt; die Wirkung war auch durch die klimatischen Verhältnisse sehr beschränkt.

Auch die Anwendung von Stalldünger war, verglichen mit deutschen Verhältnissen, gering, erübrigte sich auch dank des hohen, natürlichen Humusgehaltes der Böden.

Die wichtigsten Einnahmen der deutschen Betriebe stammten aus dem Verkauf von Weizen, Schweinefleisch und Hanf, insbesondere in der Batschka. Die deutschen Bauern hatten zur Verwertung des Mais eine sehr intensive Schweinemast aufgezogen und zu diesem Zweck das deutsche Edelschwein und das veredelte Landschwein aus Deutschland eingeführt, das zu den besten Resultaten führte. Da die Preisrelationen zwischen Mais und Schweinen außerordentlich günstig waren, kauften die deutschen Bauern über die eigene Produktion hinaus sehr viel Mais von den einheimischen Bauern zu, um auch diesen noch in der Schweinemast zu verwerten. Die Schweine wurden exportiert nach Osterreich, der Tschechoslowakei und Deutschland.

       Der Besatz an Gebäuden war in den deutschen Betrieben gut und ausreichend. 

   Verglichen mit den deutschen Bauernwirtschaften war der Aufwand im Verhältnis zur Leistung erstaunlich gering. Man konnte in guten Betrieben damit rechnen, dass in dieser Beziehung die Ausgaben höchstens 50% der Einnahmen betrugen, während wir in Deutschland zufrieden sein müssen, wenn die Ausgaben 70-75% der Einnahmen nicht überschreiten. Der Grund hierfür lag in einer verhältnismäßig aufwandschwachen Wirtschaftsweise, die auf den guten Böden trotzdem beachtliche Erträge erzielte und in den Löhnen und Lasten (Steuern usw.). Infolgedessen erreichten die deutschen Bauern in der Batschka und im Banat einen Lebensstandard, der nur mit den besten und wohlhabendsten Bauernwirtschaften des Reiches verglichen werden kann. Die Deutschen Bauernwirtschaften von Batschka und Banat gehörten ohne Zweifel zu den wohlhabendsten Bauern Europas überhaupt. Das wirtschaftliche Niveau der deutschen Bauernwirtschaften lag sehr erheblich über dem der rumänischen und jugoslawischen.  

Dies geht insbesondere aus der Tatsache hervor, dass alle deutschen Gemeinden, die an eine rumänische oder jugoslawische Gemeinde angrenzten, sehr viel Boden zukauften. Der Bodenbesitz in fremden Gemeinden betrug bei den deutschen Bauern häufig 50% und mehr des Eigentums in der eigenen Gemeinde.

Die starke Überlegenheit der deutschen Bauernwirtschaften gegenüber den in Jugoslawien und Rumänien war begründet durch ihren Fleiß, bessere Wirtschaftsweise und nicht zuletzt durch die Entwicklung der äußerst rentablen Schweinemast.
Gezeichnet: Blohm

                                                                                     *****   

Zum Schluss wäre noch zu bemerken, dass das gesamte Feld (Ackerland, Wiesen und Weingärten) der Volksdeutschen in der Vojvodina, das 389.256 ha betrug, vollständig vom Staat konfisziert wurde. Darin ist das Feld der katholischen und evangelischen Pfarreien nicht enthalten. Von den landwirtschaftlichen Flächen, die Insgesamt in der Vojvodina vom Staat vereinnahmt wurden, betrugen die der Volksdeutschen etwa 60%. In manchen Ortschaften war es so, dass die Volksdeutschen Bauern so nach und nach den andersnationalen Bauern, hauptsächlich den Serben, das Feld buchstäblich bis vor die Haustür abgekauft haben!    

Der Bericht wurde zusammengestellt von J. V.S, im März 2020

Corona - Virus in Kischker

Lachnummer in Serbien 

https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/ostblogger/corona-ausnahmezustand-serbien-100.html

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10. April 2020  Wie in der Presse zu lesen ist, ist für das kommenden Wochenende eine totale Ausgangssperre  in Serbien angeordnet! Einkaufen darf man nur von morgens 4:00 - 7:00 Uhr.

*****

23. März 2020   Auch in Serbien sind Einschränkungen durch die Corona-Krise angeordnet. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen. Im Moment ist eine Ausgangssperre  von 17:00 Uhr bis 5:00 Uhr verhängt. Angedroht wird eine ganztägige Ausgangssperre. 

Noch gibt es in Kischker keine infizierten Bewohner.



        



 Kirschblüte am 18. März 2020 in Karlsruhe




Reise nach Siwatz      ????????????   !!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Wie ich gehört habe, plant die HOG Siwatz vom 21. bis 25. April 2020 eine Reise in die Batschka mit Siwatz.

Näheres ist unter - https://www.egg-leo.de/de/vereinsverzeichnis/vereine/Heimatortsgemeinschaft-HOG-Siwatz-e-V.php - von Frau Dinges zu erfahren.

30.01.2020                                   Sarma-Essen

http://www.donauschwabenalbstadt.de/

Sarma-Essen bei den Albstadter Donauschwaben am So. 16. Februar 2020. Bitte voranmelden!


19.01.2020    Kischkerer Familienbücher

Wie mir unser Freund Zoran aus Kischker mitteilte, sind unsere Familienbücher - Standesamtbücher von Backo Dobro Polje nach Novi Sad ins Archiv der Vojvodina gebracht und digitalisiert worden.

https://arhivvojvodine.org.rs/index.php/en/

Die gesamte Dokumentation seit 1916 wurde digitalisiert, so dass in der Gemeinde in Bačko Dobro Polje für jede nach 1916 geborene Person eine internationale Geburtsurkunde ausgestellt werden kann.

Die Gebühren am Ort liegen bei ca. 450 Dinar. (ca. 4,00 Euro)


Entnommen aus BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN vom Samstag, 12. Oktober 2019




Ergänzung zu obigem Thema unter dem Link: https://bnn.de/lokales/bretten/22-monate-auf-der-flucht



 Entnommen aus dem Reutlinger General-Anzeiger vom Samstag, 5. Oktober 2019


 





Link: www.neu-pasua.de


Eine andere Geschichte: https://www.geschichte-der-donauschwaben.info/schicksal-der-in-der-batschka-gebliebenen



 Aus den Badische Neueste Nachrichten vom 30. Sept. 2019




Unser Freund Zoran aus Kischker hat mir am 26. September wieder eine Mail geschickt und eine Anzeige von einem schönen "Schwabenhaus" in Schowe angehängt.

Hier ist eine interessante Anzeige ... Es ist ein wunderschönes, gut erhaltenes, altes Schwabenhaus in Ravno Selo (Schowe).
 

https://www.svastara.rs/oglas/nekretnine/kuce/prodaje-se/na-prodaju-prostrana-uknizena-kuca-sa-ajnfortom-1286156  

 


Festumzug: Cannstatt

Am Sonntag, 29. September, ab 11 Uhr findet in Stuttgart - Cannstatt ein Historischer Festzug statt. Dort wird eine Trachtengruppe der Donauschwaben Albstadt mitwirken und auch Trachten von Kischker tragen. 

Der Umzug wird zeitversetzt am Sonntag im Fernsehen von 15:55 Uhr bis 18:00 vom SWR gezeigt.

https://www.cannstatter-volksfest.de/de/volksfest/festumzug/

http://www.donauschwabenalbstadt.de/

Donaufest 2020 - findet nicht statt !!!


 

Heute schon möchte ich auf das internationale Donaufest in Ulm, das im Jahr 2022 wieder stattfindet, hinweisen.

            Dieses Fest findet alle 2 Jahre statt. Informationen finden sie unter dem Link:    https://www.donaufest.de/ 

             


 



Ps. Bei meinem letzten Besuch des Donaufestes 2016 habe ich meine letzte, sehr gute, gedünstete "Brodworschd" gess. 

Danach eine Palatschinke mit Schnegl, aus der Hand, und dabei mein Hemd versaut. Jeder hat gleich gesehen, was der Werner gegessen hat. 

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Bei einem Besuch würde sich auch ein Abstecher in das

Donauschwäbischen Zentralmuseum DZM  ebenfalls in Ulm anbieten.

  http://www.dzm-museum.de

Gedenkstätte Heuwiese

Ende Mai 2019 besuchten wir die Gedenkstätte Heuwiese bei Hodschag (Odzaci), wo 212 unschuldige Menschen aus Filipowa durch ein Mordkommando der Partisanen am 25. Nov. 1944 hingerichtet wurden. 

Dabei stellten wir fest, dass der Granit-Belag der Bodenplatte fehlte. Wir hatten schon die schlimmsten Befürchtungen.

Herr Mihajlo vom Deutschen Verein in Odzaci ,schickte mir auf meine Anfrage jetzt ein Bild mit dem neuen Belag.

Jetzt sieht die Gedenkstätte wieder würdig aus. Vielen Dank!          1.7. 2019  Werner Neumann 

 



Am  5. April 2019 verstarb nach kurzer und schwerer Krankheit Herr Anton Beck in Sombor.

Vorsitzender des Nationalrates der deutschen Minderheit in Serbien und langjähriger Vorsitzender 

                                             des Deutschen Humanitären Vereins „St. Gerhard" in Sombor. 

https://sombor-blog.de/abschied-von-anton-beck-in-sombor/

 !!! alter Bericht !!!

http://www.heimathaus-zehntscheuer.de/projekt/ad10/-02-Heft-10_Heimatvertrieben-Seiten22.pdf 

Neues aus der Vojvodina

https://www.deutschlandfunk.de/suchergebnisse.448.de.html?search%5Bsubmit%5D=1&search%5BwithNews%5D%5B%5D=WithNews&search%5Bword%5D=vojvodina

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Belgrads langer Arm reicht bis Novi Sad

https://www.deutschlandfunk.de/vojvodina-in-serbien-3-5-belgrads-langer-arm-reicht-bis.795.de.html?dram:article_id=435937

 Unsere Kischkerer Hauptgasse wurde scheinbar umbenannt?!

Von Marsala Tita in "Ulica Glavna" - ist nicht offiziell!

Alte Straßenschilder hängen noch. Für die jetzigen Bewohner ist es aber auch - wie es für uns war - die Hauptgasse. 

Vermutlich, weil es in Werbaß - Backo Dobro Polje gehört zu Werbaß - eine Straße mit gleichem Namen gibt, wird es so sein oder kommen? 

  Donauschwäbisches Museum in Sombor 2018 

   Besuch des Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Donauschwaben, Hermann Schuster, und des Vorsitzenden des Deutschen humanitären Vereins Gerhard e. V. Sombor, Anton Beck, im Rathaus der Stadt Sombor am  22.03. 2018.

    In Sombor wird ein Donauschwäbisches Museum errichtet. Anlässlich ihres Besuches am 22.03.2018 im Rathaus der Stadt Sombor wurden der Vorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben - Landesverband Bayern e.V., Hermann Schuster, und der Vorsitzende des Deutschen humanitären Vereins Gerhard Sombor, Anton Beck, vom Stadtrat Nemanja Sarac, Beauftragter der Stadt Sombor für Kultur, Bildung und Minderheiten mit einer Aufsehen erregenden Mitteilung überrascht: Herr Sarac berichtete, dass die Stadt Sombor schon vor längerer Zeit bei der Serbischen Staatsregierung das Projekt Grassalkovich Palais beantragt habe und hierfür soeben per E-Mail die Genehmigung erteilt worden sei.

    Die Genehmigung beinhalte die vollständige Übernahme aller Sanierungskosten des aus der Mitte des 18..Jahrhunderts stammenden historischen Gebäudes der seinerzeitigen kaiserlichen Ansiedlungsbehörde und die Kosten der Neugestaltung der Infrastruktur (z. B. Kanalanschluss, Zuwegungen etc.). Das Projekt sieht vor, dass dort im Erdgeschoss ein Museum eingerichtet wird, das die Geschichte, Kultur und Lebensweise der seinerzeit in der Vojvodina lebenden Donauschwaben darstellen soll. lm Obergeschoß im Kulturbereich sollten überregional wirkende Institutionen, wie z. B. das Goethe-Institut, die Möglichkeit haben, Büros zu beziehen. Wenn die genauen Genehmigungsunterlagen vorliegen, sei die Voraussetzung für weitere Maßnahmen gegeben: z. B. Abschluss eines Überlassungsvertrages für die notwendigen Museumsflächen mit der deutschen Minderheit oder Gründung einer Betreibergesellschaft - Stadt Sombor und deutsche Minderheit, Erarbeitung eines Museumskonzeptes, Beschaffung von Finanzierungsmitteln für die Museumsgestaltung u.v.m. Beide donauschwäbischen Gäste waren über diese Nachricht nicht nur hoch erfreut, sondern kündigten auch an, ihrerseits alle weiteren Schritte umgehend einzuleiten: so möchte z.B, Herr Beck für die Erarbeitung eines fundierten Museumskonzeptes möglichst kompetente Historiker gewinnen und Herr Schuster sicherte zu, das Projekt von Seiten des Bayerischen Landesverbandes der Donauschwaben nach besten Kräften zu unterstützen. 

  Haar, den 04. April 2018 

  HS/in

Ps. Im November 2019 soll das Museum fertig sein und eingeweiht werden.

 Die Eröffnung hat sich auf das Jahr 2020 verschoben.

            Kirchweih-Feier der Kischkerner und Freunde  am 13. Oktober 2018 in KA-Neureut. 

Wieder haben 30 fitte und treue Seelen den Weg nach Neureut zur Kirchweihfeier gesucht  und gefunden. Denen die verhindert waren oder wegen einer Krankheit nicht dabei sein konnten wünschen  wir, dass sie zur Frühjahr- und Jahrgang-Feier wieder mitfeiern können. 

 Reise: Nach Kischker

10 Personen - 2 Kischkerer und 8 Nachkommen -

haben sich  entschlossen, vom 23. Sept. 2018 bis 30. Sept. 2018  

eine Reise in die Batschka und nach Kischker zu unternehmen. 

Webseite Ortsgruppe: www.donauschwabenalbstadt.de

 Die Gruppe kann zu Veranstaltungen eingeladen werden!

 

Aus BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN vom 17. Mai  2018

Zerfall Jugoslawiens wirkt noch nach

Auf EU-Gipfel in Sofia will Bulgariens Premier Borissow

für den Beitritt der Balkanländer werben. 

Korrespondent Rudolf Gruber 

Sofia. Bulgariens Premier Boiko Borissow will den EU-Vorsitz seines Landes bis Ende Juni mit dem Balkangipfel krönen. 

Er ..................... 

Letzter Absatz:

  So dürfte auch nach Sofia die EU in der Kosovo-Frage gespalten bleiben. Die fünf Mitgliedsländer, welche dem jüngsten Staat Europas die Anerkennung verweigern, haben entweder selber Konflikte mit Minderheiten wie Rumänien, die Slowakei und Spanien; oder Streit mit Nachbarn wie Griechenland und Zypern. Spaniens Premier Mariano Rajoy hat seine Teilnahme in Sofia bereits abgesagt. Seine Regierung kann schlecht die Unabhängigkeit Kosovos von Serbien anerkennen und sie gleichzeitig den Katalanen verweigern. Das Kosovo wird wegen des strittigen Status von Brüssel vorerst bloß als „potenzieller Kandidat“ eingestuft. Dafür gibt es noch andere gravierende Gründe. So fordert die EU die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo. Doch der Dialog unter EU-Vermittlung wird seit Monaten von beiden Seiten aus machtpolitischen Motiven blockiert. Ein weiterer Grund ist, dass der kleine Albanerstaat noch tief in seiner traditionell mafiosen Clan-Struktur steckt, vor der sogar die EU-Aufsichtsmission Eulex kapituliert hat; sie wird Mitte Juni nach zehn Jahren mangels Aussicht auf Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien aufgelöst. Juncker nannte Serbien als Beitrittsfavoriten. Aber auch dessen Präsident Aleksandar Vucic hält wenig von Demokratie und Rechtsstaat. In den letzten Jahren etablierte er ein autokratisches, korruptes Klientelsystem, gegen das die Opposition machtlos und die EU blind ist. Vucic gängelt die Justiz, schikaniert die Medíen und schafft es dennoch, in Brüssel als pro-europäischer Pragmatiker zu gelten, der besonders die Sympathie der deutsche Kanzlerin Angela Merkel genießt. Seine Regierung gilt fälschlicherweise als wichtigster Stabilitätsfaktor der Region, dabei öffnet Vucic weit die Tore zum Balkan für Russlands geopolitische und Chinas wirtschaftliche Interessen, um so die EU unter Druck zu setzen. Neulich hat sich Vucic auch mit dem türkischen Diktator Recep Tayyip Erdogan verbrüdert.  

Gedenktafel:

Am 29. April 2018 informierte mich Herr Robert Lahr telefonisch, dass es im Rat der Gemeinde Werbaß, keine Mehrheit zum Aufstellen der Gedenktafel - beim Ahnendenkmal in Kischker  gegeben hat. 

Begründung:

"Viele Angehörige und Männer - der mit Namen aufgeführten Personen - waren  Mitglieder bei der Waffen-SS."

Aus "Der Donauschwabe" vom 15 April 2018

 

CDU lehnt Ausstellung der AfD zur Donauschwaben-Tragödie ab.

 

Begründung: "Viele Donauschwaben waren bei der Waffen-SS"

 

Das Verhalten der CDU im Landtag Rheinland-Pfalz ist nicht nur historisch verwerflich, sondern auch nicht nachvollziehbar.

   Die Alternative für Deutschland (AfD) hat einen Antrag zu einer Ausstellung mit dem Titel.

"Den Opfern des Kommunismus gedenken, an das Schicksal der Donauschwaben erinnern" eingebracht, die in den Räumlichkeiten des Rathauses der Stadt Koblenz gezeigt werden sollte. Ob die Antipathien gegenüber der AfD dabei eine Rolle spielten war nicht auszumachen. Warum die AfD diese Ausstellung machen wollte ???

   Wie es auch sei - hier ging es in erster Linie um das Schicksal der Donauschwaben in Jugoslawien gegen Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg.

**************

PS:

   Weil Jugoslawien Ausland war  - die Donauschwaben jugoslawische Staatsbürger - konnte diese nur in die SS eingezogen werden, wie auch Freiwillige z.B. die Holländer, Engländer, Franzosen, Serben und Bosnier,  nur in der SS dienen konnten. So war es auch im besetzten Jugoslawien mit den Donauschwaben.

    Sie “gingen nicht zur SS, sie wurden hineingepresst!“ Die Nichtbefolgung der Einberufung zieht die strengste Strafe nach sich -  hieß es im Einberufungsbefehl.

      Das sind Tatsachen, die auch unsere Volksvertreter kennen sollten und nicht solche unqualifizierten Aussagen in die Welt setzen. Diese Begründung sagt viel über die Qualität, Niveau und Hilflosigkeit unserer Politiker aus.

Selbst nach einer Aufklärung keine Entschuldigung.

Nur die Entgegnung: "So würde man die Absage nicht mehr begründen"

Dann wundern sich diese Damen und Herren über so manches Wahlergebnis!

W.N.  

SINDELFINGEN

  

Gedenkfeier

70 Jahre nach Schließung

der Internierungs-/Vernichtungslager

im ehemaligen Jugoslawien

 

Aus Anlass der Gedenkfeier sind am Samstag, 14. April 2018, Andreas Klein 1. Vorsitzender des Heimatortausschusses Kischker, Sebastian Gerber und ich, Werner Neumann, nach Sindelfingen zur Gedenkfeier ins Haus der Donauschwaben gefahren.

Zusammen mit ca. 120 Gästen konnten wir eine bestens durchorganisierte Feier miterleben.

Viele Zahlen und Einzelschicksale wurden von den Rednern vorgetragen. Einige  der damals Betroffenen und Zeitzeugen waren unter den Gästen.  Es war eine gelungene und ergreifende Feier.

Anschließend waren wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen, gespendet von der Bäckerei-Konditorei Sehne. Vielen Dank!

Bei Kaffee und Kuchen konnten interessante Gespräche geführt werden. 

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In den Monaten März bis Mai 1948 wurden die Vernichtungslager im ehemaligen Jugoslawien aufgelöst. Die Überlebenden dieser schrecklichen Zeit - Herbst 1944 - wurden entlassen. Sie durften aber nicht zurück in ihren ehemaligen Wohn- oder Geburtsort - es war keine Freiheit. Die Menschen  mussten sich auf drei Jahre Zwangsarbeit auf Staatsgüter verpflichten. Frei waren unsere Leute erst nach Ablauf dieser drei Jahren.

   Die meisten stellten dann gleich einen Ausreise-Antrag und sind nach Deutschland ausgereist.  

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Die Feier  

Im Festsaal

 

Das Programm: 

Im Festsaal: 

Musikstück: von Ludwig van Beethoven 

Einzug mit den Holzkreuzen, die mit den Namen der Läger versehen sind. 

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Begrüßung: Hans Supritz

Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben 

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Grußwort: Henriette Mojem

Geschäftsführerin des Vereins "Haus der Donauschwaben" 

Musikstück: von Peter Tschaikowsky 

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Ansprache: Erzbischof em Dr. Robert Zollitsch 

und Pfarrer i.R. Jakob Stehle 

Musikstück: von Wolfgang Amadeus Mozart 

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Andacht: Erzbischof em Dr. Robert Zollitsch

und Pfarrer i.R. Jakob Stehle 

Musikstück: von Franz Schubert 

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Totengedenken im Ehrenhof: 

Worte des Gedenkens: Josef Jerger

Stv, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben

Kreuze werden nach Aufruf einzeln vorgetragen.

Für jedes Kreuz ertönt ein Glockenschlag. 

Gemeinsames Lied: "Christ ist erstanden" 

Gebet und Segen:

Erzbischof em Dr. Robert Zollitsch und Pfarrer i.R. Jakob Stehle 

Gemeinsames Lied: Großer Gott wir loben dich 

Dankesworte: Otto Harfmann

Stv. Bundesvorsitzender  der Landsmannschaft der Donauschwaben

 

Einladung zu Kaffee und Kuchen! 

            

Badische Neueste Nachrichten vom 28. Februar 2018

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Berlin dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic ihre Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union (EU) zugesagt.

  "Wir sind beeindruckt, wie Serbien auf dem Weg der Reformen weitergeht", sagte Frau Merkel an Dienstag, 27.02.2018.

    Reformen in der Rechtstaatlichkeit und Schutz der Grundrechte müssen noch vorangetrieben werden. Der Konflikt mit dem Kosovo muss beigelegt werden. 

Die EU bemüht sich seit Jahren weitgehend erfolglos, zwischen den zerstrittenen Nachbarn zu vermitteln.

 

Am 6. Mai 2017: Gedenkstätte Jarek ist nach -zig Jahren des Wartens auf eine Genehmigung, errichtet und                                                              eingeweiht worden. WN  

Veröffentlicht am 06.05.2017 in der Zeitung  WeLT

Sie wurden misshandelt, vertrieben und ermordet: Von den ursprünglich 550.000 Donauschwaben gibt es heute nur noch rund 4000. Bisher ein Tabuthema. Jetzt erlaubt Serbien das Gedenken an die Opfer. 

      Jahrzehntelang wurde das Thema totgeschwiegen, jetzt erlaubt Serbien das Gedenken an Hunderttausende vertriebener Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg. Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic weihte am Samstag in der Gemeinde Jarek nördlich der Stadt Novi Sad eine Gedenkstätte für die misshandelten, vertriebenen und ermordeten Donauschwaben ein.

     Der Schritt wurde als Geste der Regierung für die Aussöhnung und die Auseinandersetzung mit diesem bisherigen Tabuthema aufgefasst. „Nur durch die Achtung fremder Opfer werden wir das Recht haben, auch Respekt und Recht für unsere Opfer zu verlangen“, begründete Vucic den serbischen Schwenk.

     Rund 550.000 Deutsche waren zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert in menschenleere Gebiete des späteren Jugoslawiens eingewandert. Sie bestimmten weite Teile der Landwirtschaft, des Handwerks und des Handels.

     Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic eröffnet eine Gedenkstätte für die misshandelten, vertriebenen und ermordeten Donauschwaben

Quelle: dpa/Regierung von Serbien/htf

     Historiker schätzen, dass sich die Hälfte der 550.000 Deutschen im damaligen Jugoslawien der Hitler-Ideologie verschrieben hatte und dass zahlreiche von ihnen zum Beispiel in der Waffen-SS schwere Kriegsverbrechen an Jugoslawen verübt hatten.

     Da sie am Kriegsende deswegen Sanktionen befürchteten, zog gut die Hälfte dieser Menschen gemeinsam mit der deutschen Armee ab.

     Etwa 160.000 Unbelastete wollten ihre Heimat nicht verlassen, wurden aber kollektiv von der Regierung in Belgrad zu Kriegsverbrechern und Volksfeinden erklärt. Der größte Teil von ihnen wurde in Lager gesperrt, wo Zehntausende an Cholera, Typhus, Wundfieber und Hunger starben.

     Viele wurden einfach ermordet. Das Lager Jarek existierte von Dezember 1944 bis April 1946. Hier waren bis zu 17.000 Menschen interniert, von denen 6.500 starben. Heute leben noch etwa 4.000 Deutsche in Serbien.  

Bundeskanzlerin Merkel setzte sich persönlich für die Gedenkstätte ein.  

     Diese große Vertreibung und Misshandlung der deutschen Minderheit durfte zu kommunistischen Zeiten im früheren Jugoslawien nirgendwo auch nur erwähnt werden.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich persönlich bei ihrem Amtskollegen Vucic für die Genehmigung der Gedenkstätte Jarek eingesetzt.

     Seit einigen Jahren können Nachfahren der Donauschwaben sogar Anträge auf die Rückerstattung des einstigen Land- und Hausbesitzes ihrer Vorfahren stellen.

 

Gedenkstätte Jarek               

Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

                                                  

Text-Serbien

                                                                                                                Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

 

 

Jarek serbisch

                                                                                                                                                    Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

 

 https://www.youtube.com/watch?v=rzHcNBfiiEc     <<<<   Einweihungsfeier 

 

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So sah die Gedenkstätte

- viele Jahrzehnte -

vorher aus!

 

  

Im Oktober 2017:

Mitten auf der Hauptkreuz-Gasse in östlicher Richtung wird eine orthodoxe Kirche gebaut.

Das Fundament mit der Bodenplatte gibt es schon viele Jahre.

Vor  Jahren ist das Geld ausgegangen.

Jetzt geht der Bau weiter!? 

  

Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

Gebaut wird zum Teil auch mit Ziegelsteinen von alten Kischkerer Häusern.

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Keine 20 Meter entfernt - von dem Platz - wo unsere  Kischkerer Kirche stand


  WN 

 

Abendstimmung an der Donau in Apatin

  

Foto: Werner Neumann, Oktober 2017

 Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

  

Foto Ch. E.

NoviSad - Peterwardein

 

 

Aufgefallen im Okt. 2014 bei unserer Kischker-Reise:

 

Die Trafostation im Zentrum - aus Kischkerer Zeit  - gibt es nicht mehr.

Bei einem Besuch 2012 stand sie noch.




                                 

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Auf den Ortsschildern wurde der lateinische Schriftzug Backo Dobro Polje entfernt. Jetzt gibt es die Schilder nur noch mit der kyrillischer Schrift.

2012 waren noch beide Schriften drauf. Das muss niemand verstehen! 

 

  2012

   

 

              

                                 

                                 


                              2014 

 

Es gibt Tage,  da müssen wir   uns selbst ein Lächeln schenken. 

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