Kischker  1786 - 1944                                                ein donauschwäbischer Ort in der Batschka 
heute:  
Bačko Dobro Polje  in der Vojvodina - im Süden der Batschka gelegen
 

Unsere Untertitel

• 04 •  DIES UND DAS 

        

              Dies & Das      


               

                        Foto: Zoran

                 Das neue Ortsschild 2020 mit dem Namen Kiskér in Ungarisch,
                 aus Richtung Altker (Zmajevo) gesehen. 
                 Rechts von dem Schild stand die Hanffabrik Frank. Bei dem Gebäude                     im Hintergrund war die Hütter Motorenmühle.           

  Auf dem Ortsschild ist der Name von Kischker in ungarischer  Schreibweise
   wie unser Dorf von 1941 bis Oktober 1944 hieß, zusammen mit der      
   kyrillischen  und der ruthenischen Schreibweise wieder aufgeführt.                


  • "Flucht, Evakuierung und Zwangsaussiedlung der deutschen Bevölkerung aus Kroatien nach dem Zweiten Weltkrieg- gilt so auch für alle DONAUSCHWABEN aus anderen ehemaligen Teilen Jugoslawiens.

    http://othes.univie.ac.at/25802/1/2013-01-30_0400630.pdf 

  • DIE DONAUSCHWABEN Kurzdarstellung im Auftrag der Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft erstellt (2003)

      https://www.youtube.com/watch?v=so2WvolMR8k

       https://www.virtualmarket.itb-berlin.de/de/Europ%C3%A4ische-Kulturhauptstadt-2021-Novi-Sad,p1003421

      https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/internationales/staedtepartnerschaften/novi_sad/index.html 

  • 01 Kischker  -  Anonyme Grabstelle am Bahndamm - Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke  
  • 02 Neues aus Werbaß - Vrbas     https://www.vrbas.net
  • 03 Serbien  - "Corona-Ticker" 

01 Kischker  -  Anonyme Grabstelle am Bahndamm - Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke

11.07. 2021  Es bewegt sich was in der Sache!

Sebastian Gerber hat Kontakt mit dem Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Donauschwaben 
Herrn Hans (Johann) Supritz aufgenommen, um Rat gebeten und das weitere mögliche Vorgehen abgesprochen.

Herr Supritz, der Kontakt zu Herr Dipl. Ing. Jovica Stevic, Sr. Mitrovica durch ihre Zusammenarbeit hat, hat diesen gebeten, sich unserer Sache vor Ort anzunehmen.

Mittlerweile hat Herr Stevic einen Brief zur Kontaktaufnahme und einen Hinweis auf die Problematik der Grabstelle, an die Ortsverwaltung von Backo Dobro Polje geschickt. 

Seine Bitte, sollte das Grab überbaut werden, die Unglücklichen zu exhumieren und auf dem Friedhof zu bestatten. 

Sollte die neue Bahnstrecke am Grab vorbeiführen, eine Gedenktafel aufzustellen, mit dem Hinweis auf das Geschehen im November 1944.

Wir warten jetzt gespannt auf die Antwort. 


Rede von Jovica Stević am 23. September 2007 in Sindelfingen | Donauschwaben

6.5. + 7.5. 2021 Antwort vom V. D. Kriegsgräberfürsorge

Fakt ist: Mit Serbien und Deutschland besteht kein Kriegsgräberabkommen, sodass dem Volksbund die Hände gebunden sind. 

11.04.2021 Schreck!

Mit Schrecken mussten wir feststellen, dass der Bau der neuen, zweigleisigen Bahnstrecke bei Kischker, das anonyme Grab der 78 Personen, die im Nov. 1944 dort erschossen und im Bombenloch neben der eingleisigen Bahnlinie verscharrt wurden, tangieren könnte.

Wir haben mit dem Verein Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge  Kontakt aufgenommen, und um deren Meinung und Hilfe zu dieser Situation gebeten.  

*****

Wer zu der Situation etwas beitragen oder sagen kann, wird gebeten  unter der Mailadr. 03w-neumann@web.de seine Mitteilung zu senden.

Siehe mehr unter Text vom 1.3.2021 - Der Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Belgrad nach Novi Sad geht in die Endphase, so dass die Arbeiten bis Ende des Jahres erledigt sein werden, und parallel dazu werden die Vorbereitungen für den Beginn der Arbeiten am Abschnitt zwischen Novi Sad und Subotica hergestellt, gibt das serbische Eisenbahninfrastruktur-unternehmen bekannt.

02.04.2021 Vrbas bereit für den Baubeginn             

Vrbas bereit, mit dem Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Subotica - Novi Sad zu beginnen.

 Quelle: mojvrbas.net Alle 

Unternehmen und Dienstleistungen in Vrbas sind bereit, logistische Unterstützung für den effizienten Beginn der Bauarbeiten für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Subotica - Novi Sad zu leisten. Der Bürgermeister von Vrbas, Predrag Rojevic, Mitglieder des Gemeinderats, Leiter kompetenter Dienste und Unternehmen sowie Vertreter der serbischen Eisenbahninfrastruktur und ein Konsortium chinesischer Unternehmen sprachen über die vorbereitenden Maßnahmen, die vor Beginn der Arbeiten durchgeführt werden müssen der Abschnitt durch Vrbas, Lagerung von Materialien und Anordnung des Bahnhofs. China Railway International und China Communications Construction Company. 

- Die Gemeinde Vrbas und alle ihre Dienstleistungen und Unternehmen werden logistische Unterstützung leisten, die erforderlich ist, damit das für die gesamte Vojvodina und Serbien wichtige Projekt innerhalb der vorgesehenen Fristen realisiert werden kann. Der Bau einer neuen Schnellbahn ist für Vrbas und alle unsere Bewohner und Geschäftsleute sehr wichtig. Eine moderne Eisenbahn und moderne Züge ermöglichen den Menschen in Vrbas ein einfacheres und schnelleres Reisen. Vrbas ist ein wichtiges Industriezentrum, und für unsere schnellere Entwicklung ist es wichtig, einen besseren Transport von Waren und Dienstleistungen zu gewährleisten. Darüber hinaus wird die neue Eisenbahn eine schnellere und effizientere Gewinnung ausländischer Investitionen und eine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds in unserer Stadt ermöglichen. Auf diese Weise können wir alle Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten von Präsident Aleksandar Vučić und der Regierung Serbiens besser nutzen - sagte Predrag Rojević, Präsident der Gemeinde Vrbas, nach dem Treffen. Die Eisenbahnstrecke Novi Sad-Subotica ist 108 Kilometer lang und Teil des internationalen Korridors Belgrad-Budapest. Die Finanzierungsvereinbarung wurde mit der chinesischen Exim Bank unterzeichnet. Das Projekt für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Novi Sad und Subotica umfasst die Strecke einer zweigleisigen Eisenbahn und eines Bahnhofs mit Einrichtungen für die Eisenbahn, den Wiederaufbau und die Modernisierung der Eisenbahnknotenpunkte Novi Sad, Vrbas und Subotica die Eisenbahn- und Straßenkreuzung sowie die Installation einer neuen elektrischen Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur. Die Arbeiten im Wert von rund 1,16 Milliarden Dollar werden vom chinesischen Konsortium China Railway International und der China Communications Construction Company durchgeführt. Die Frist für die Ausführung der Arbeiten beträgt 33 Monate. 

Eisenbahn - Hochgeschwindigkeitsstrecke Novi Sad - Subotica

Quelle: eKapija  - 1.3. 2021

Der Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Belgrad nach Novi Sad geht in die Endphase, so dass die Arbeiten bis Ende des Jahres erledigt sein werden, und parallel dazu werden die Vorbereitungen für den Beginn der Arbeiten am Abschnitt zwischen Novi Sad und Subotica hergestellt, gibt das serbische Eisenbahninfrastrukturunternehmen bekannt.

Das Management und die Expertendienste der serbischen Eisenbahninfrastruktur sowie Vertreter des Konsortiums von China Railway International und China Communications Construction Company haben die vorbereitenden Maßnahmen erörtert, die vor Beginn der Arbeiten und vor Beginn der Arbeiten in Novi Sad durchgeführt werden müssen, die Lagerung der Materialien für den Wiederaufbau der Eisenbahn sowie die Entwicklung des Bahnhofs Novi Sad.

Sie besuchten auch den Bahnhof und den Raum, in dem das künftige Fernsteuerungszentrum untergebracht sein wird.

Sie diskutierten auch die Möglichkeit, ein Lager für das Personal zu bilden, das für den Bau der Schnellbahn eingestellt wird.

Die 108 Kilometer lange Bahnstrecke Novi Sad - Subotica ist der dritte Abschnitt durch Serbien im Rahmen des internationalen Projekts zum Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad-Budapest und führt über die Gemarkung Backo Dobro Polje. Vrbas wird ein Knotenpunkt werden.

Der Wert der Vereinbarung beträgt rund 1,16 Mrd. USD, und die Frist für die Ausführung der Arbeiten beträgt 33 Monate ab Beginn. Der Auftragnehmer ist das Konsortium von China Railway International und China Communications Construction Company. Die Finanzierungsvereinbarung wurde mit der chinesischen Exim Bank unterzeichnet. 

02  Neues aus Vrbas 

9. Juli 2021 - Biogasanlage in Vrbas

Ein Mitglied der MK-Gruppe, die Firma Sunoko, gab bekannt, in Vrbas eine Biogasanlage zur Stromerzeugung im Wert von mehr als neun Millionen Euro in Betrieb genommen zu haben.

Die Anlage, so heißt es, habe eine Stromproduktionskapazität von 2,4 Megawattstunden, so dass sie den jährlichen Strombedarf von etwa 5.000 Haushalten decken werde.

„Obwohl Serbien als Agrarland ein außergewöhnliches Potenzial an erneuerbaren Energien hat, haben wir heute nur etwa 15 Biogasanlagen. Die Firma Sunoko, als Teil der MK-Gruppe, hat sich entschieden, Abfallrohstoffe und Nebenprodukte der Zuckerrübe zur Stromerzeugung zu verwenden", betonte der Direktor des technischen Bereichs der Firma Sunoko, Zoran Stojak. Er betonte, dass der Konzern mit solchen innovativen Projekten zum Umweltschutz, aber auch zu einem effizienteren und nachhaltigeren Wirtschaften beiträgt.

Wie angekündigt wird die MK Group in den nächsten drei Jahren 300 Millionen Euro in wichtige Geschäftsfelder investieren, davon 85 Millionen Euro für die zweite Phase des Windparks „Košava“.


https://www.vrbas.net/info/7850-sunoko-biogas

01. Juni 2021 - Zecken-Bekämpfung

In Übereinstimmung mit der Durchführung der Behandlungen unter günstigen meteorologischen Bedingungen kündigte "Ciklonizacija" AD für die kommenden Tage Behandlungen zur Zeckenbekämpfung an. "Die Behandlung wird im Zeitraum vom 2. bis 5. Juni 2021 auf öffentlichen Grünflächen der Gemeinde Vrbas durchgeführt - Picknickplätze, Sport- und Erholungsgebiete, Parks, Spielplätze und andere Bereiche. Die Behandlung wird mit Aqua . durchgeführt K-Othrine EW20, der Wirkstoff ist Deltamethrin. Das Präparat ist giftig für Bienen. Die Wirkung des Präparats hält einen Tag an", heißt es in der Ankündigung von "Ciklonizacija" AD. 

https://www.vrbas.net/info/7780-krpelji-ciklonizacija-jun-2021

06. Mai 2021 - Aufforderung

Der Präsident der Gemeinde Vrbas, Predrag Rojević, erhielt die erste Dosis des Sinopharm-Impfstoffs gegen COVID 19, wie die lokale Selbstverwaltung heute bekannt gab. Rojevic, der sich im Winter mit dem Corona-Virus infiziert hatte, wurde an der Hauptimpfstelle des Veljko Vlahovic Health Center geimpft. Nach der Impfung sprach Rojevic mit den Bürgern von Vrbas und lud sie ein, in möglichst vielen Mengen mit der Impfung zu beginnen. "Dank Präsident Aleksandar Vučić verfügen Serbien und alle lokalen Regierungen über eine ausreichende Anzahl von Impfstoffen aller Hersteller. Ab dem ersten Tag der Pandemie konzentrierten sich die Hauptprioritäten des Präsidenten und der Regierung auch auf den Schutz der Bürger vor dem Virus. Wir, die Bürger von Vrbas, sind ihnen dafür dankbar, dass Ärzte und medizinisches Personal Tag und Nacht professionell und verantwortungsbewusst arbeiten, um die Pandemie so schnell wie möglich zu überwinden, und wir können helfen Sie in diesem Kampf, indem sie die Ärmel hochkrempeln und sich impfen lassen. Das ist die minimale Anstrengung, die wir unternehmen können, um die Gesundheit der Gemeinde zu schützen ", sagte Rojevic und fügte hinzu, dass der Impfprozess selbst völlig schmerzfrei ist. Die Impfung erfolgt im Gesundheitszentrum "Veljko Vlahović". 

https://vrbas.net/info/7752-rojevic-vakcinacija

12.04.2021  Reihe Kulturerbe der Vojvodina

In der Reihe der Novi Sad-Zeitung Dnevnik, Kulturerbe der Vojvodina, war es die Geschichte von Vrbas. Der Autor Robert Coban gab eine Skizze der Stadt und besuchte ihre wichtigsten Orte, vom Feuerwehrhaus über die christlichen Kirchen mit sechs Konfessionen bis zum ehemaligen Kino "Sloboda" und den erkennbaren Stadtvillen aus dem letzten Jahrhundert. Die Geschichte erinnert auch an Gebäude, die sich nicht mehr in Vrbas befinden - eine Synagoge und ein Denkmal für Martin Luther ... 

https://vrbas.net/info/7726-dnevnik-kulturna-bastina-vojvodine ojvodine 

Donnerstag, 11. März 2021

Carnex und EPV markieren den Weltwaldtag  

Anlässlich des Weltwaldtags, der am 21. März gefeiert wird, spendete das Unternehmen Carnex 190 Setzlinge und pflanzte in der Gemeinde Vrbas rund 500 Bäume. Carnex widmet sich dem Schutz der Umwelt und der Gemeinde, in der es tätig ist, und entwickelt und unterstützt seit Jahren alle Aktivitäten zur Verbesserung der Umwelt und zum Schutz der Umwelt.

 "In Zusammenarbeit mit der Umweltbewegung von Vrbas, JKP 'Komunalac' und JAZIP wurden in Backi Dobro Polje etwa 100 Bäume gepflanzt. Die Aufforstung wurde von Kindern der Grundschule 'Vuk Karadzic' und jungen Ökologen sowie dem Provinzsekretariat für besucht.  Diese Maßnahme ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit einer großen Anzahl von Sektoren und hat mehrere Vorteile, da das Waldgrundstück, das jahrelang als wilde Deponie in Backi Dobro Polje genutzt wurde, von der Stadtwerke „Komunalac“ gerodet wurde. 100 Eichen- und Wildfruchtsämlinge wurden gepflanzt, um diesem Gebiet einen anderen Zweck zu geben und ein städtischer Ort für Entspannung und Sport zu werden. Der Raum wird eingezäunt und somit vor möglichem Missbrauch geschützt. 

Der zweite Teil der Aktion wurde in Ravno Selo fortgesetzt. Hier wurde eine Reihe von Setzlingen auf dem Hof ​​des Kindergartens gepflanzt und ein Teil des Grundstücks hinter der Dorfkapelle. Dies ist die dritte Aufforstungsmaßnahme und eine unserer bereits traditionellen Aktivitäten zum Schutz, zur Erhaltung und zur Verbesserung der Umwelt sein, in dem wir besonders verantwortlich und engagiert sind. Seit Jahren arbeiten wir mit der Umweltbewegung von Vrbas zusammen, um Schulhöfe, die Ufer des Grand Bačka-Kanals zu sanieren und bei Versammlungen im Bereich des Umweltschutzes Unterstützung zu leisten, und wir legen besonderen Wert darauf, dieses Gebiet zu begrünen in der Gemeinde Vrbas. in Serbien ", heißt es in der Ankündigung von Carnex. 

https://www.vrbas.net/info/7683-svetski-dan-suma-carnex-epv  

5. März 2021

https://vrbas.net/info/7677-zelena-poslanicka-grupa

"Abfallmanagement und nachhaltiges Abwassermanagement sind eine der Hauptprioritäten der Gemeinde Vrbas, und wir erwarten die größten Investitionen in die kommunale Infrastruktur in den letzten 30 Jahren", sagte die lokale Regierung heute nach einem Treffen der Gemeinde Vrbas und Vertretern der Grünen Fraktion und Ständige Konferenz der Städte und Gemeinden. "Unser Investitionsbudget für dieses Jahr übersteigt 1,5 Milliarden Dinar. Der größte Teil des Geldes wird für Projekte verwendet, die sich direkt oder indirekt auf den Umweltschutz sowie auf die Lösung eines jahrzehntelangen Problems auswirken - den Bau eines Abwasserkanals." Besonderes Augenmerk haben wir auch auf den Umweltschutz durch Energieeffizienz gelegt. Wir stellen unser Stadtheizwerk von Heizöl auf Gas um, wir werden die Vergasung mehrerer Schulen und Kindergärten abschließen und wir investieren 1,6 Millionen Schweizer Franken in die Verbesserung der Energieeffizienz von sechs Bildungseinrichtungen. "Wenn wir die Vergasung von Kindergärten und Schulen in der Region unserer Gemeinde abgeschlossen haben, wird die Gemeinde Vrbas ihren Status als energieeffizienteste lokale Selbstverwaltung bestätigen", heißt es in der Ankündigung. 

Verträge über den Bau von Wohnungen in Vrbas, NS und Cacak für Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina und Kroatien wurden unterzeichnet 

https://vrbas.net/info/7658-stanovi-izbeglice-ugovori

In Belgrad wurden heute Verträge über den Bau von insgesamt 133 Wohnungen für Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina und der Republik Kroatien unterzeichnet. Die Wohnungen werden im Rahmen des regionalen Wohnungsbauprogramms der Geber in Vrbas (14), Novi Sad (94) und Cacak (25) gebaut. Das regionale Wohnungsbauprogramm ist ein gemeinsames mehrjähriges Programm der Republik Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und der Republik Kroatien, das darauf abzielt, den am stärksten gefährdeten Flüchtlingsfamilien aus diesen vier Ländern dauerhaften Wohnraum zu bieten. Das Programm in der Republik Serbien wird vom Kommissariat für Flüchtlinge und Migration verwaltet. Die Projektmanagementeinheit des öffentlichen Sektors ist ein Durchführungspartner des Programms. Die Verträge befinden sich in den Räumlichkeiten der Projektmanagementabteilung des öffentlichen Sektors d.o.o. Belgrad mit den vom Handelnden unterzeichneten Auftragnehmern Direktor des Versorgungsunternehmens Dušan Kovačević. Der Gesamtwert der Arbeiten beträgt 5.396.658 Euro zzgl. MwSt. Die Frist für den Bau von Wohnungen in Vrbas beträgt 280 Tage, in Novi Sad 360 Tage und in Cacak 330 Tage. Filip Maksimović unterzeichnete im Auftrag der Bietergruppe "Kej" Valjevo und "Jugogradnja" Belgrad den Vertrag über den Bau von 94 Wohnungen in Novi Sad und 14 in Vrbas mit dem Direktor der Stadtwerke sowie den Vertrag über den Bau von 25 Wohnungen Einheiten in Čačak Vukajlo Babic vor der Gruppe der Bieter "Inobacka" Novi Sad, "Arhikom" Novi Sad und "Brkanlic Engineering" Novi Sad. Das regionale Wohnungsbauprogramm wird mit Unterstützung der OSZE, des UNHCR und der Entwicklungsbank des Europarates durchgeführt und von der Europäischen Union finanziert, die auch der größte Geber ist, den USA, Deutschland, Norwegen, der Schweiz, Italien und Dänemark , Türkei, Luxemburg, Spanien, Zypern, Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien und Slowakei. 


 


03 Serbien: CORONA-Ticker

12. Juli 2021 - 7 Tage Inzidenz: (SRB - 29)     (D - 6)   - innerhalb 7 Tagen infizierte pro 100.000 Einwohner -

Wie «BalkanInsider» berichtet, sollen die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen.

21.Juni 2021 - 50% geimpft

Die serbische Premierministerin Ana Brnabić gab heute bekannt, dass Vrbas, Dimitrovgrad und Vranje die Schwelle von 50 % der geimpften erwachsenen Bevölkerung überschritten haben.

27. Mai 2021 - Süddeutsche Zeitung

Wie man lesen kann: Serbien will den russischen Impfstoff  "Sputnik V" produzieren

Corona-Impfung: Serbien produziert Impfstoff Sputnik V - Politik - SZ.de (sueddeutsche.de)

21. April 2021 Tagesspiegel

https://www.tagesspiegel.de/kultur/ein-drittel-der-buerger-ist-geimpft-fast-schon-ein-impfparadies-in-europa-was-steckt-hinter-serbiens-erfolg/27114176.html

Stand: 16. April 2021

Erstgeimpfte: 26,56 %                       vollständig geimpft: 17,83 %                     Infektionsrate: 9,62 %   (D 3,8%)

7 Tage Inzidenz: 321,2     (D 160,7)                - innerhalb 7 Tagen infizierte pro 100.000 Einwohner -

29. März 2021  - BNN Karlsruhe -   Politik  - dpa

 Serbien hat am Wochenende tausende Menschen aus den Nachbarländern Bosnien-Herzegowina, Nord-Mazedonien, Montenegro, und Kroatien gegen Covid-19 geimpft.
Am Samstag seien in der Hauptstadt Belgrad Ausländern aus der Region 9.600 Impfungen verabreicht worden, sagte Nikola Nikodijevic, der Präsident des Belgrader Stadtparlaments, dem serbischen Kabelfernsehen Vesti. Für den Sonntag waren 8.500 Impfungen geplant.

25. März 2021  - BNN Karlsruhe -   Nina Kugler/dpa Korrespodenten

Serbien
  Das Land setzt neben westlichen Vakzinen im großen Stil den chinesischen Impfstoff "Sinopharm"  und auch den russischen Impfstoff "Sputnik V" ein. Es gibt eine Reihenfolge, doch offenbar auch Impfstoff-Überschüsse. So wurden zuletzt "Aktionen" begonnen, wo in bestimmten Städten an festgelegten Tagen jeder über 60,  später auch darunter, drankommen konnte.
Ps. und bei uns in Deutschland: kein Impfstoff, kein Bier nach dem Impfen in der Bar - wie in Israel.

13. März 2021

Wie ich am Wochenende hörte, sind Freunde in Kischker schon geimpft!

Serbien verschärft erneut Corona-Maßnahmen fürs Wochenende

Nachrichtenagentur: dpa-AFX - 5. März 2021     17:20

BELGRAD (dpa-AFX) - Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Serbien für das zweite Wochenende in Folge die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Geschäfte, Gaststätten und Dienstleistungsbetriebe müssen von Samstag 12.00 bis Montag 06.00 Uhr schließen. Ausgenommen sind lediglich Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen, beschloss der Krisenstab der Regierung am Freitag in Belgrad. Bereits am vergangenen Wochenende hatten - wenn auch mildere - Einschränkungen gegolten. Damals waren nur Gaststätten und Einkaufszentren von der Regelung betroffen. Sie durften an beiden Wochenendtagen bis jeweils 14.00 Uhr offenhalten. Seit mehreren Monaten dürfen Gaststätten in Serbien ihre Gäste bis 20.00 Uhr bedienen. Der Einzelhandel funktioniert ohne Einschränkungen. In den vergangenen Wochen sind jedoch die Infektionszahlen deutlich gestiegen. Am Freitag verzeichneten die Behörden in dem Balkanland 4071 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Am Freitag vor zwei Wochen waren es 2518 gewesen. Seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr starben in dem Land mit sieben Millionen Einwohnern 4525 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion./gm/DP/stw

Serbien verschärft erneut Corona-Maßnahmen fürs Wochenende | wallstreet-online.de 


2. März 2021

Wie Serbien die EU hinter sich lässt.

Serbien hat aktuell vier Impfstoffe im Einsatz. Zwei davon sind in der EU nicht zugelassen. Zwölf Prozent der Bevölkerung haben eins der Vakzine bereits verabreicht bekommen – knapp neun Prozent mehr als in Deutschland. Doch der Schein könnte trügen. Denn seit dem 17. Februar schnellen die Infektionszahlen trotz vergleichsweise hoher Impfquote wieder in die Höhe. In Serbien gibt es rund 504 Neuinfektionen pro eine Millionen Einwohner, in Deutschland nur 96 (Stand: 2. März). 

Mediziner warnen vor den offiziellen Zahlen in Serbien. 

Verwendete Quellen:

  • Beitrag von RTL 
  • Daten zum Coronavirus von World in Data 

Sa. 27. Februar 2021

NTV-Nachrichten 12:00 Uhr

12% der serbischen Bevölkerung lt. NTV bereits geimpft. Impfbereitschaft ist außergewöhnlich hoch. Geimpft wird überwiegend mit russischem und chinesischem Impfstoff.

14. Februar 2021

Der Präsident Serbiens, Aleksandar Vučić,
erklärte heute, dass die am Impfprozess in Serbien beteiligten Gesundheitshelfer zusätzliche Unterstützung von 10.000 Dinar erhalten werden. 

Am Grenzübergang Tabanovce, wo er dem Premierminister von Nordmakedonien, Zoran Zaev, das erste Kontingent an Impfstoffen übergab, das Serbien diesem Land spendet, dankte Vučić unseren Gesundheitspersonal und wies darauf hin, dass der Vorschlag von Premierministerin Ana Brnabić angenommen wurde, Gesundheitsminister Zlatibor Lončar und Finanzminister Siniša Mali. "Die gute Nachricht für die Bürger Serbiens ist, dass wir bisher 840.000 Dosen geimpft haben, dh. 635.000 Menschen wurden geimpft, einige wurden erneut geimpft. Vielen Dank an alle Gesundheitspersonal, die an der Impfung teilgenommen haben", sagte Vucic. In der Gemeinde Vrbas wurden bis zum 2. Februar im Gesundheitszentrum "Veljko Vlahović" etwa 2.600 Bürger geimpft, und seit dem 10. Februar wird erneut geimpft. Das Verfahren wurde im Gerontologieheim in Vrbas und im Allgemeinen Krankenhaus durchgeführt, und alle an der Aktion beteiligten Gesundheitspersonal erhalten die angekündigte Hilfe. 

Das Interesse an Impfungen ist nach wie vor groß und die Maßnahmen werden voraussichtlich sehr bald fortgesetzt.

 https://www.vrbas.net/info/7649-vucic-pomoc-medicinski-radnici

 10. Februar 2021 

 Serbien neu auf der Quarantäneliste

Das BAG hat die Liste der Länder angepasst, in welchen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus besteht. Auf die Liste gesetzt wurden unter anderem Serbien, Albanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kolumbien. Hinzu kommen die beiden deutschen Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die italienischen Regionen Umbrien, Marken und Apulien sowie sieben französische Regionen. Einreisende aus diesen Regionen oder Ländern müssen in Quarantäne. Nicht mehr auf der Liste der Risiko-Gebiete sind die italienische Provinz Venetien und das deutsche Bundesland Sachsen. (swisstxt)

 9. Februar 2021

  Liefererwartung von Impfserum an Serbien: entnommen aus der Homepage "VRBAS"

  • 9. Febr. 2021 - 50.000 Dosen Sputnik Impfstoff eingetroffen, weitere in 15 Tagen (RU)
  • 10. Febr. 2021 - 500.000 Dosen Sinopharm (China)
  • 15. und 22. Febr. 2021 - zusammen 88.000 Dosen Biontech/Pfizer (D)
  • 20. Febr. 2021 - 125 bis 150.000 Dosen Astra-Zeneca (GB)
  • bis Ende Februar werden laut Präsident Vucic 2 Millionen Dosen Impfstoff zur Verfügung stehen.

Januar 2021

Im Januar laufen die Impfungen an: geimpft wir mit Biotech/Pfizer, englischem, chinesischem und russischem Impfstoff. Wie in der Presse zu lesen und zu hören ist, steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Aus Vrbas wird rege Teilnahme an den Impfungen gemeldet!

26. Dezember 2020

Am 26. Dezember erfolgte die erste Impfung im Alterszentrum in Vrbas. Die erste Gruppe 21 Personen wurden mit dem Sinopharm Impfstoff (China) geimpft. (Personal?). Die 2. Gruppe 41 Personen mit Biontech/ Pfizer (Bewohner?). Es wurden keine auffälligen Reaktionen der Geimpften festgestellt. Auch wurden bis dahin keine Einträge von Corona in das Altenzentrum festgestellt!

Anfang Dezember 2020: eine Einreise nach Serbien ist nur mit einem aktuellem, negativem Coronatest möglich:

Mehr unter: COVID-19-Informationen - Auswärtiges Amt (diplo.de)

7. August 2020: 

Quelle: BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN vom 7. Aug. 2020 Ausgabe Nr.181 S.3   -ZEITGESCHEHEN-
Von den Redaktionsmitgliedern: Christel Manzey und Philipp Kungl.

 

Droht dem Südwesten eine zweite Corona-Welle?

Fragen und Antworten: wie viele neu infizierte Menschen sind Reiserückkehrer?

Seit der Aufhebung der Reisewarnung für EU-Länder am 15. Juni sind insgesamt 433 Covid-19-Fälle bekannt geworden, bei denen sich die Infizierten mutmaßlich im Ausland angesteckt haben (Stand: 6. August). Das entspricht einem Anteil an den Neuinfektionen von 17,9 Prozent. Die Balkanstaaten sind stark betroffen, 22 Prozent der Neuinfektionen fanden in Serbien statt.

So seien beispielsweise mindestens 9 Teilnehmer einer Abifahrt nach Kroatien positiv auf das Coronavirus getestet worden.

24. Juli 2020:

Aufstand der Ärzte!

https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/ostblogger/serbien-aufstand-aerzte-100.html

16. Juli 2020:

EU erlässt wegen steigender Coronavirus-Infektionen wieder Einreiseverbote für Serbien und Montenegro

Bürger aus Serbien und Montenegro dürfen wegen zuletzt zunehmender Coronavirus-Infektionen in ihren Ländern ab sofort nicht mehr in die Europäische Union einreisen.

11. Juli 2020 

Serbien: Quelle Frankfurter Rundschau  vom 11. Juli 2020 - 09:30 Uhr - von Thomas Roser

„Belgrad steht in Flammen“

Erstmeldung: Serbien - Erneut heulten in Serbiens Großstädten die Sirenen der Rettungs- und Streifenwagen durch die Dunkelheit. Der Unmut über vertuschte Corona-Infektionszahlen, überfüllte Krankenhäuser und die beschönigenden Propagandabotschaften der Regierung ließen in der Nacht zum Donnerstag erneut Tausende Demonstranten in BelgradNovi Sad, Kragujevac und Nis durch die Straßen ziehen. Blutige Ausschreitungen wurden neben der Hauptstadt vor allem aus Novi Sad  vermeldet: maskierte schleuderten  Mülltonnen und Feuerwerkskörper durch  eingeschlagene Fenster des Rathauses.

Die Opposition wittert hingegen nicht nur hinter den harten Knüppel- und Tränengaseinsätzen der Polizei, sondern auch hinter den Gewaltexzessen rechtsextremer Hooligans die Geheimdienste. Gezielt seien bei den Protesten „Trupps von Hooligans“ auf Oppositionspolitiker angesetzt worden, sagte SSP-Chef Dragan Djilas.

Es ist nicht nur die Wut über die vom Präsidenten erst angekündigte und dann wieder zurückgenommene Ausgangssperre, die die Menschen auf die Straße treibt. Sie werfen ihm auch vor, zur Durchführung der Parlamentswahl am 21. Juni fahrlässig das Versammlungsverbot aufgehoben, die Infektionszahlen manipuliert zu haben – und nun die Verantwortung dafür bei seinen Landsleuten abladen zu wollen.

Auch seine wochenlange Versicherung, dass die Epidemie „besiegt“ sei, fällt nun auf ihn zurück. Die offizielle Zahl der Infizierten ist erstmals seit April über die Grenze von 350 geklettert, doch die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.  

  (Von Thomas Roser) 


9. Juli 2020

Serbien: Präsident Vucic  hat dem Druck der Straße nachgegeben und die Ausgangssperre aufgehoben. 

21. Mai 2020

Serbien hat die Grenzen für Ausländer wieder geöffnet. Im Land gibt es aber noch Corona-Einschränkungen

 April 2020 

Wie in der Presse zu lesen ist, ist für das kommenden Wochenende eine totale Ausgangssperre  in Serbien angeordnet! Einkaufen darf man nur von morgens 5:00 - 7:00 Uhr.

23. März 2020  

Auch in Serbien sind Einschränkungen durch die Corona-Krise angeordnet. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen. Im Moment ist eine Ausgangssperre  von 17:00 Uhr bis 5:00 Uhr verhängt. Angedroht wird eine ganztägige Ausgangssperre. 

Noch gibt es in Kischker keine infizierten Bewohner.

Stimmungsbild aus der Batschka vom Sept. 2009

Stefan Barth über eine Lesung in Temerin und viele interessante Gespräche

Dieser Reisebericht von Stefan Barth knüpft an den Beitrag „Lesung in Betschej“ (Archiv Serbien) an. Der aus Futok (Batschka) stammende Schriftsteller („Ein Junge aus der Nachbarschaft“), der heute in Erlangen lebt, hielt sich vom 4. bis 21. September 2009 in der Vojvodina auf. Der Lesung in Betschej (8. September 2009) folgte eine weitere in Temerin.

Die Lesung in Temerin fand am 11. September 2009 in der Galerie des Lukijan Musicki Kulturzentrums statt. Organisiert hat es Herr Csorba Béla, Sekretär des Temeriner Bürgermeisters Guszton András, und Frau Anikó Hórváth, Kulturreferentin im Kulturzentrum. Der Saal war total voll. Bis zum Beginn der Lesung lief der Videofilm Unser Heimatdorf Futok gestern und heute von mir im Jahr 2000 gedreht. Wir, d.h. Frau Radović, Prof. Končar und ich, wurden mit einer Musikeinlage empfangen. Ein junger Mann mit Gitarre und eine junge Frau mit Flöte spielten uns ein sentimentales Lied zur Einstimmung auf das Thema „Lager Jarek“ (unweit von Temerin) vor. Herr Csorba erzählte zunächst, dass er ein Buch aus dem Jareker Archiv bekommen und erforscht hat und darin von rund 2700 Toten die Rede sei. Es fehlten aber noch zwei Bücher. Es wurde - nach einem kurzen Einleitungsreferat von Frau Radović, Prof. Končar und mir - aus dem Buch ein Teil der Texte, die über das Lager erzählten, vorgelesen.
Ein Konzentrationslager ist ein Ort, an dem Menschen interniert werden, die von der militär-polizeilichen Verwaltung nach verschiedenen Kriterien ausgewählt und für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit eingesperrt werden, in der Regel ohne richterlichen Beschluss. Nach dieser Definition war Jarek ein Konzentrationslager. Das wurde auch bei der Buchbesprechung zum Ausdruck gebracht. Alle Wortbeiträge wurden mit einem Tonband aufgenommen und stehen zur Verfügung. Es wurde auch ein Videofilm über die Veranstaltung von einem Temeriner gedreht. An die Kurzreferate und Lesung schloss sich eine rege Diskussion an. In der Diskussion stellte sich heraus, dass viele nicht genau wussten, was im Lager Jarek geschah. Im östlichen Ortsteil von Jarek wurden Anfang 1945 auch Ungarn aus Tschurug, Titel, Moschorin und anderen Orten interniert. Deshalb sind auch die Ungarn an der Gedenkstätte in Jarek interessiert.
Was war bei den Lesungen interessant? Die Zuhörer waren neugierig, etwas über das Leben im Lager zu erfahren. Auch die Erklärung des Historikers Prof. Končar, die Vertreibung sei ein Unrecht gewesen, weil man unschuldige Menschen für die Untaten anderer bestrafte, war für viele neu. Eine kollektive Schuld eines Volkes wurde als Unrecht abgelehnt. Es meldete sich auch ein Herr Adolf Schiffler und erzählte, als Kind auch ihm Lager Jarek gewesen zu sein. Man redete über die Lagerkinderheime und die Verschleppung elternloser Kinder in andere Heime außerhalb des Lagers, wo sie von ihrem Volk entfremdet und zur Adoption freigegeben wurden. Herr Dragan Kodja, Mitglied der Demokratischen Partei Serbiens und Einwohner von Jarek, fragte, warum keine Lesung in Jarek abgehalten wurde. Ich antwortete, dass man uns davon abgeraten hatte. Er ermunterte uns, ein Gesuch an die Ortsgemeinschaft Jarek zu richten und einen geeigneten Raum für eine Lesung zu verlangen. Das habe ich auch umgehend getan und einen Brief an die Ortsgemeinschaft geschrieben und am Montag persönlich im Gemeindehaus abgegeben. Später erfuhr ich, dass neben Herrn Kodja der Ortsvorsitzende seiner Demokratischen Partei saß, der aber selbst keine Fragen stellte.
Es meldete sich auch Herr Goran Rodić, Oberrichter in Novi Sad, der mir erzählte, dass er zwar früh gemerkt hatte, dass er in Sachen Ordentlichkeit und Fleiß etwas anders war als seine serbischen Freunde, aber es bis zu seinem 18. Lebensjahr nicht erklären konnte. Da erfuhr er zum ersten Mal, dass seine Mutter Deutsche war, die als Kind mit ihrer Schwester und ihrer verwitweten Mutter, also Gorans Großmutter, im Lager Rudolfsgnad war. Ihnen gelang die Flucht. Nach der Entdeckung der Flucht sollten sie zurück ins Lager gebracht werden, wo die Großmutter eine harte Strafe erwartete. Die Rettung kam durch die Entscheidung der Großmutter, einen Serben zu heiraten. „Als ich zum Richter berufen wurde musste ich ein Formular ausfüllen. Auf die Frage welcher Nationalität ich angehöre schrieb ich Deutsch-Serbe. Man bestellte mich ein und sagte, das ginge nicht, ich müsste mich für eine Nationalität entscheiden, weil man es nicht in den Computer eingeben könne. Ich blieb aber dabei und sagte ich könne mich einfach nicht für eine Seite entscheiden.“ Tage später trafen wir uns zu einem Gespräch und besuchten seine Mutter, die inzwischen eine pensionierte Lehrerin geworden war, zu Hause. Ich erfuhr viele Details über die Politik der Parteien in Jarek, über ihre Wandlungsfähigkeit und Opportunismus.
Über die Lesung in Temerin wurde in der ungarischen Tageszeitung Magyar Szó und im ungarischen Rundfunk in Novi Sad ausführlich berichtet. Die serbische Tageszeitung DNEVNIK wollte auch einen Bericht zum Thema Gedenkstätte Jarek bringen.
Ich besuchte auch den orthodoxen Pfarrer in der Orthodoxen Kirche. Ich traf ihn alleine an. Ich erzählte ihm unser Anliegen, die Gedenkstätte auf dem orthodoxen Friedhof errichten zu wollen und fragte ihn nach seiner Meinung. Zunächst wich er aus und verwies darauf, dass der Friedhof der Gemeinde und nicht der Kirche gehöre. Ich setzte unbeirrt fort: „Wir sind doch alle Christen in der Hand Gottes, egal ob orthodox, katholisch oder evangelisch. Wenn man Sie fragen würde, ob Sie unser Anliegen unterstützen, was würden Sie als orthodoxer Pfarrer von Jarek antworten?“ Er dachte ein wenig nach und antwortete feierlich: „Bruder Stefan (Stevane, brate……) als Christ bin ich, unter vier Augen, ihrer Meinung, aber öffentlich würde ich mich nicht bekennen und auf die Zuständigkeit der Ortsgemeinschaft verweisen. Ich habe noch drei Jahre bis zu meiner Pensionierung und das möchte ich nicht gefährden.“
Ich wollte Näheres über die Massengräber erfahren und ging in ein Haus, das auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof steht. Dort wohnt eine slowakische Familie namens Valihora. Die Leute luden mich zum Kaffee ein und erzählten mir ihre Geschichte. Er arbeitete in Österreich und hat über einen Arbeitskollegen aus Jarek erfahren, dass es in Jarek Baugrundstücke gibt und griff 1974 zu. Erst als sein Haus fertig war, erfuhr er, dass sein Haus auf einem Friedhof steht und er war sehr froh, als man ihm sagte, dass sein Grundstück früher die Friedhofseinfahrt gewesen ist und sich keine Gräber auf seinem Grundstück befanden. Er konnte sich nur an Weideland in der Umgebung erinnern und nannte mir ungefähr den Standort, wo die Massengräber sein müssten.
Telefonisch habe ich mit dem Gemeindesekretär von Jarek, Herrn Mrdža, gesprochen. Er meinte, es wird schwer sein, einen geeigneten Raum zu finden, da ich ja nur noch eine Woche im Lande sei. Ich wies auf den Raum in der Galerie in Temerin hin, da ja Temerin und Jarek praktisch zusammengewachsen waren. Bei gutem Willen wäre es möglich, dort eine Lesung zu halten.
Der Vorsitzende der Ortsgemeinschaft, Herr Mandić, hat mir am Telefon gesagt, sie würden jetzt alle anstehenden Fragen für die nächste Sitzung sammeln und dann entscheiden. Spätestens da wusste ich, dass es eine Lesung während meines verbliebenen Aufenthaltes nicht geben werde.

 

Die Buchbesprechung vom 11. September in Temerin wurde in der ungarischen Zeitung Magyar Szó (Ungarisches Wort) kommentiert, mit der Überschrift Die Geschichte und falsche Illusionen. Ich habe den Zeitungsartikel, wie folgt, übersetzt:

     Die Geschichte und falsche Illusionen

Die Temeriner Buchbesprechung über das Jareker Konzentrationslager

Bei ziemlich lebhaftem Interesse stellte kürzlich in Temerin Stefan Barth (1937) - in Futog geboren und Ingenieur aus Deutschland - sein serbisches Buch vor. Unter dem Titel Ein Junge aus der Nachbarschaft, 2005-2006 in serbischer Sprache erschienen, eine Lebensgeschichte, in der der Verfasser seine idyllische Kindheit beschreibt, die mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges abrupt endet. Barth kommt am 4. Dezember 1944 mit der ganzen Familie in das Konzentrationslager Jarek. Das Buch ist gleichermaßen ein Zeugnis von damals, aber auch eine Lektüre der Familiengeschichte, geprägt durch die schrecklichen Erlebnisse und Beweis dafür, wie das Leben im Lager ablief. Wie beim überwiegend ungarischen Publikum, so bindet auch ein deutsches Gefühl eine unerklärliche Beziehung an die Heimat. Gerade das war es, was ihn in den neunziger Jahren dazu bewog, humanitäre Hilfe in unsere Gegend zu schicken, bestärkte ihn aber auch in seiner Absicht, dass das Andenken an die unschuldigen Opfer vor dem Vergessen bewahrt werden muss. In ihrem Namen wurden das Buch und der Gedanke geboren, in Jarek ein Denkmal zu errichten, als Andenken an mehrere Tausend deutsche Opfer, und diesen Wunsch an die dortige Ortsgemeinschaft zu richten. Als sich herausstellte, dass die Ortsgemeinschaft für diese Frage nicht zuständig war, hat sich der Gemeinderat damit befasst, wobei die serbischen Gemeinderäte (unabhängig von der Parteizugehörigkeit) die Initiative beinahe einstimmig abgelehnt haben, während die ungarischen Gemeinderäte dafür gestimmt haben. Der Verfasser wollte am liebsten in Jarek eine Buchbesprechung machen, doch die Organisatoren hatten erfahren, dass man sie dort nicht herzlich empfangen würde, so dass das benachbarte Temerin einsprang.
Er schrieb vom Lager Jarek seine Erinnerungen auf und vielleicht würde eine Buchpräsentation, ähnlich der in Temerin, dabei helfen, die falsche Illusion zu tilgen – wie Barth erklärte – dass während des Zweiten Weltkrieges die Anhänger der Siegerseite auf diesem Gebiet keine Grausamkeiten begangen haben. Die Geschehnisse muss man aufarbeiten, weil sie sich sonst wiederholen könnten. Es wissen nur wenige, dass sich zu jener Zeit vierzig Lager in der Wojwodina befanden, darunter auch das Lager Jarek, wo man alte Menschen, Kinder und Mütter mit Kleinkindern unterbrachte. Von der Hauptgasse aus gerechnet hatte man auf einer Seite die Deutschen und auf der anderen Seite die Ungarn aus Tschurug, Zabalj und Moschorin untergebracht. Sie wissen auch nicht die Zahl der dort umgekommenen Menschen, aber nach Ansicht von Barth und seiner vertriebenen Deutschen wird die Zahl der Opfer in Jarek auf rund 6.000 Tote beziffert.
Der Leiter des Abends Csorba Béla erforscht gegenwärtig die Anzahl ungarischer Opfer. Nach sechs Jahrzehnten sollte man sich nicht auf Treffen stützen müssen, sondern auf Archivdokumente, die sich uns öffnen.
Bei der Buchpräsentation hat die Journalistin Nadežda Radović – die sich in mehreren Büchern mit den Deutschen der Wojwodina befasst hat –gesagt, dass sie sich als Angehörige der serbischen Nation dafür schäme, was ihr Volk dem anderen angetan hat.
Der Historiker Ranko Končar stellte fest, die Geschichte habe schon oft bewiesen, dass man ein Volk, wegen der Schuld einzelner Nationalangehörigen, nicht kollektiv schuldig sprechen kann, was im Falle der Deutschen geschehen sei.
Ende des Zeitungsberichts.

 

Stefan Barth

Die Rache der Sieger - Hohn für die Opfer

22937248 (spiegel.de)                     aus SPIEGEL SPEZIAL 2002 

Quelle: BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN vom 5. Aug. 2020 Ausgabe Nr.179 S.5

Verdrängte Verbrechen 

Kroatien feiert 25 Jahre Kriegsende / Erstmals ernsthafte Gesten einer Aussöhnung mit serbischer Minderheit 

Korrespondent Rudolf Gruber

  Zagreb. Die „Befreiung“ der serbisch besetzten Gebiete in Kroatien war in sieben Wochen vollzogen, als Ende September 1995 sechs Männer in Uniformen der kroatischen Armee das Dorf Varivode überfielen und ein Blutbad anrichteten. Neun ältere Menschen zwischen 55 und 84 Jahren wurden schwer misshandelt und mit Kopfschüssen regelrecht hingerichtet. Ihr „Verbrechen“: Sie waren Serben, die ihr Dorf nicht verlassen wollten, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hatten. Sie waren in der jungen Republik Kroatien, zuvor 40 Jahre Teil Jugoslawiens, nicht mehr willkommen.

  Die Täter wurden zwar verhaftet, danach aber „mangels Beweisen“ freigesprochen. Die kroatische Justiz folgt bis heute der Sprachregelung des Staatsgründers und Kriegspräsidenten Franjo Tudjman:  Demnach sei der „Vaterländische Krieg“ (1991 bis 1995) ein sauberer Krieg um die Unabhängigkeit gewesen. Dass kroatische Soldaten und in deren Schatten kriminelle Banden auch Verbrechen begangen haben, wird bis heute geleugnet respektive verdrängt.  

Er schließe daraus, so Boris Milosevic, der Repräsentant der serbischen Minderheit in Kroatien gegenüber dem investigativen Internetportal Balkan Insight, „dass es keinen Willen gab, von der obersten bis zur untersten Ebene des gesamten Staatsapparats, Licht in den Fall zu bringen und die Täter zu bestrafen“.Nach Schätzungen von Human Rights Watch wurden insgesamt über 400 serbische Zivilisten ermordet. Keiner der Täter wurde je bestraft.

  Auch der umstrittene Prozess gegen Ante Gotovina, den Kommandanten der „Operation Oluja“ (Sturm) vom 4. bis 7. August 1995, fördert in Kroatien nachhaltig die anhaltende Leugnung von Kriegsverbrechen. Der Armeegeneral war 2011 vom Uno-Kriegsverbrecher-tribunal in Den Haag in erster Instanz als militärisch Höchstverantwortlicher zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt, im Jahr darauf aber im Berufungsverfahren aus Mangel an harten Beweisen freígesprochen worden. Unter Gotovinas Kommando wurden zwischen 90.000 und 200.000 Menschen zum Teil gewaltsam aus dem dalmatinischen Hinterland, das jahr-hundertelang auch von Serben besiedelt war, nach Bosnien oder ins Mutterland Serbien vertrieben. Tausende ihrer Häuser wurden geplündert und niedergebrannt. 

Die Operation Sturm steht nicht nur für das Ende des kroatischen Unabhängigkeitskriegs. Oluja empfanden viele Kroaten auch als Racheakt an den serbischen Nachbarn, deren Präsident und Anstifter aller postjugoslawischen Kriege, Slobodan Milosevic, um die 1990er Jahre die Landsleute in Kroatien bewaffnete und deren Rebellenhochburg „Srpska Krajina“ finanzierte, um Kroatiens Unabhängigkeit zu verhindern. Damals hatten die Serben Tausende Kroaten aus den eigenen Dörfern vertrieben und Hunderte Zivilisten ermordet. Fünf Jahre lang war das Land zwischen Donau und dalmatinischer Küste zerrissen, bis Oluja mit der Auslöschung der „Krajina“ die territoriale Einheit der jungen Republik herstellte.

  Nach 25 Jahren wagt nun Kroatiens Regierungschef Andrej Plenkovic einen ersten ernsthaften Schritt zur Aussöhnung mit dem Erzfeind Serbien. Erst machte er den Serbenvertreter Milosevic zu einem seiner Vizepremiers, dann kam die Einladung zum Gedenkjubiläum, das in Knin, der 1995 geschleiften Hochburg der serbischen Aufständischen, feierlich begangen wird. Und Milosevic nahm die Einladung an. „Die Zeit ist reif für eine Politik der Verständigung“, sagte er. Nicht nur für nationalistisch bis faschistisch gesinnte Kroaten ist allein die zufällige Namensgleichheit des Serbenvertreters mit Milosevic, dem Herrn der jüngsten Balkankriege, eine Provokation.

  Mit heftigen Reaktionen muss auch Kroatiens Veteranenminister Tomo Medved rechnen, der im Gegenzug am 25. August im Dorf Grubori einen Kranz niederlegen wird. In dem Dorf nahe der Küstenstadt Sibenik hatten am 25. August 1995, also drei Wochen nach der Operation Oluja, kroatische Soldaten ein Massaker an serbischen Zivilisten verübt. Für Medved dürfte die Geste eine enorme Überwindung sein. 


Quelle: Badische Neueste Nachrichten  - der SONNTAG - 

Redaktion Annette Borchardt-Wenzel - vom 19. Juli 2020           Seite 3 - DIE REGION -

      


 

Hintergrund 

Millionen auf der Flucht: Zwischen 1944/45 und 1950 sind etwa 14 Millionen Deutschstämmige aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa von Flucht und Vertreibung betroffen. Etwa 12,5 Millionen von ihnen finden in der späteren Bundesrepublik oder der späteren DDR Zuflucht.

 

Die Situation im Südwesten: Schon vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs suchen Menschen aus den deutschen Ostgebieten auf der Flucht vor der Sowjetarmee auch im Südwesten Zuflucht. Massentransporte treffen ab Herbst 1945 ein. In der französischen Besatzungszone werden bis 1949 allerdings kaum Flüchtlinge auf-
genommen.
Anders im amerikanisch besetzten Württemberg-Baden. Hier sperrt zwar im Sommer 1945 stark kriegszerstörte Städte wie Pforzheim, Mannheim oder Stuttgart für den Zuzug von Flüchtlingen. Für die Stadt Karlsruhe hingegen ist eine Aufnahmequote bis zu 15 Prozent der Bevölkerung vorgesehen. Ansonsten verteilt
man die Flüchtlinge vorrangig in ländliche Gegenden mit geringeren Kriegsschäden - in einigen Landkreisen steigt der Anteil der „Neubürger“ auf fast 30 Prozent.
Jeder Fünfte ist 1961 ein „Neubürger“: Im Südwesten erreicht der Anteil an Flüchtlingen und Heimatvertriebenen seinen Höchststand im Jahr des Mauerbaus 1961. Rund 1,2 Millionen Menschen aus dem östlichen Europa sowie etwa 420.000 aus der „Ostzone“ beziehungsweise aus der DDR Geflohene leben jetzt in Baden-
Württemberg. Die von Amts wegen nunmehr „Neubürger“ genannten Zwangszuwanderer machen fast 21 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In Karlsruhe gehört jeder Vierte zu diesem Personenkreis.                                          bo

"Badens schrecklichster Schreck"

Nach Flucht und Vertreibung gibt sich die neue Heimat zunächst oft kalt und feindselig
Noch mehr hungrige Mäuler. Noch mehr Kinder, Frauen, Männer, die nach einem Dach über dem Kopf verlangen. Sie mögen ja Deutsche sein, aber...Den Flüchtlingen und Vertriebenen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Südwesten Zuflucht suchen, stößt vielfach Ablehnung, bisweilen sogar Hass entgegen. Später heißt es, sie seien „rasch“ integriert worden. Doch das hat die Migrationsforschung als Mythos entlarvt. Am 22. Juli 1945 trifft der erste große Transport von Flüchtlingen in Karlsruhe ein.
An den Anblick der traurigen Gestalten aus dem Osten haben sich die Menschen schon vor Kriegsende gewöhnt. Radfahrer klagen, dass sie im Umland Karlsruhes kaum durch kämen, weil so viele Flüchtlinge über die Landstraßen ziehen. „Die lagern im Wald und nachts wandern sie weiter. Die Leute auf dem Lande geben ihnen kein Brot, nichts“, heißt es in einem Brief aus dieser Zeit, den eine Karlsruherin aufbewahrt hat.
Die Völkerflucht, ausgelöst durch den Völkermord der Nationalsozialisten, wird zu einer der zentralen Herausforderungen der
Nachkriegszeit. Am 22. Juli 1945 trifft erstmals ein großer Flüchtlingstransport in Karlsruhe ein. 360 Donauschwaben aus Ju-
goslawien. Sie werden notdürftig in der Knielinger Kaserne untergebracht. Es ist erst der Anfang. Bald treffen Flüchtlingstrans-
porte in dichter Folge ein. Die Artilleriekaserne in der Moltkestraße wird zum größten Durchgangslager Nordbadens umgebaut. Es geht im November 1945 in Betrieb. Bis Ende 1947 werden rund 42.000 Menschen durch das Lager geschleust. 
Die Flüchtlinge werden „entlaust“, bevor man ihnen ein Bett im Lager zuweist. Sie besitzen nicht viel, ein Bündel Hausrat viel-
leicht, ein paar Kleidungsstücke. Und Erinnerungen. An die Heimat. An das, was sie auf der Flucht, bei den Vertreibungen er-lebt haben. Der TV-Zweiteiler „Die Flucht“ mit Maria Furtwängler als Gräfin aus Ostpreußen bedient sich im Jahr 2007 film-gerecht aus dem Fundus solcher Erinnerungen. Die Kombination von Flucht und Adel kommt an bei der Bambi-Verleihung erntet die Produktion den Publikumspreis.
Vor 75 Jahren allerdings interessiert sich im Westen kaum jemand dafür, welche Traumata die „Fremden“ bei der Flucht davon-getragen haben. „In Deutschland prallten nach Kriegsende zwei Elendsfronten aufeinander“, stellt der Historiker Christian Habbe fest. Die „abgebrannten Einheimischen“ hätten sich ungern ausgemalt, „dass man noch mehr verlieren kann, als sie selbst verloren haben. Es fehlte ihnen der Sinn für fremde Klagelieder über Heimatverlust, Erfrierungstod und Panzerketten.“ Aber den Flüchtlingen leiden nicht nur unter Desinteresse, sondern oft auch unter Anfeindungen. Enorm konfliktträchtig ist die Wohnraumbeschaffung. Die US-Besatzungsmacht verlangt, dass die Vertriebenen die Durchgangslager rasch verlassen. Die Alteingesessenen haben für sie Wohnraum freizugeben. In dem Buch „Migration und Integration in Karlsruhe“, einer Veröffentlichung des Stadtarchivs, heißt es, dass renitente Vermieter sogar mit der Einweisung in ein Flüchtlingslager bedroht werden. Dort könnten sie dann „einen kleinen Ausschnitt der Flüchtlingsnot“ kennenlernen.

 

„Überall, wo noch ein Raum war, haben sie jemand reingesteckt. Bei Familien sogar in die Wohnung rein. Es war ja kein Wunder gewesen, dass sie dann bös waren, die Leute, die Einheimischen“, berichtet eine Zeitzeugin, als Studierende der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe sie vor einigen Jahren für ein Projektseminar interviewen. Ihre Mutter, so erzählt die Frau, habe über ihre Vermieter oft gesagt: „O, heute haben sie mich wieder zusammengeschimpft. ,Die Flüchtlinge, die faulen Flüchtlinge“
Aufgezwungene Mitbewohner, aber auch kulturelle und konfessionelle Unterschiede vergiften nicht nur in Karlsruhe das Klima. In Lahr tragen Pappnasen bei einem Fastnachtsumzug Ende der 1940er Jahre ein Schild, auf dem es heißt: „Badens schrecklichster Schreck -ist der neue Flüchtlingstreck!!“.
Die Rhein-Neckar-Zeitung listet 1949 auf, was man bei 90 von 100 Unterhaltungen über Flüchtlinge zu hören bekomme: „Die Flüchtlinge sind grundsätzlich schmutzig. Sie sind grundsätzlich primitiv, ja sind sogar grundsätzlich unehrlich. Dass sie faul sind, versteht sich am Rande und dass sie lieber einen braven Einheimischen betrügen, als ihm eine Arbeit abzunehmen. Ganz abgesehen davon, dass sie das streitsüchtigste Volk sind ... Und einen Dank für das, was man ihnen tut, kennen sie nicht.“ Angesichts solcher Befindlichkeiten wundert es nicht, dass der Begriff „Flüchtling“ bald als Schimpfwort empfunden wird. Viele Betroffene bevorzugen die Bezeichnung „Heimatvertriebene“. Von Amts wegen schaltet man auf „Neubürger“ um.
„Integration braucht Zeit - selbst wenn die Zuwanderer der deutschen Sprache mächtig sind“ - zu diesem Schluss kommen in ihrem 2019 erschienen Buch „Ein Koffer voll Hoffnung“ Karl-Heinz Meier-Braun und Reinhold Weber, die sich seit Jahren mit dem Thema Einwanderung beschäftigten. Die Integration der Vertriebenen sei zwar nicht so „rasch“gelungen wie vielfach ver-lautbart, aber letztlich erfolgreich verlaufen, meinen sie.
Das Wirtschaftswunder, das vielen Vertriebenen den Anschluss an die einheimische Mittelschicht ermöglicht, trägt dazu bei. Zudem sind die „Neubürger“ eine ernst zu nehmenden Zielgruppe für politische Parteien; „Vater Staat“ will sie nicht vor den Kopf stoßen. Eine keine realistische Perspektive, in ihre „alte Heimat“ zurückzukehren, haben die Neubürger nicht. Sie passen sich an.
Die „Neubürger“ von damals sind heute Senioren. Die alte Heimat, Flucht und Vertreibung gehören zu ihrer persönlichen Ge-
schichte. Die Kränkungen in der neuen Heimat ebenfalls. „Erzählt habe ich davon erst meinem Enkelkind“, sagt eine Zeitzeugin: „Mit meinem Sohn habe ich nie darüber gesprochen.“                                                      Annette Borchardt-Wenzel 

                

Das Neueste aus Werbaß:   https://www.vrbas.net

Das Wahlergebnis von Werbaß  23. Juni 2020

Die Liste "Aleksandar Vučić - Für unsere Kinder" erhielt die meisten Stimmen in der Gemeinde Vrbas, insgesamt 11.748 oder 59,65 Prozent. 
Die zweitstärkste Liste ist "Ivica Dacic - Sozialistische Partei Serbiens (SPS) - Vereinigtes Serbien (JS) - Dragan Markovic Palma" mit 3.596 Stimmen oder 18,26 Prozent und die dritte Gruppe von Bürgern "Oslobodimo Vrbas" mit 2.119 Stimmen oder 10,76 Prozent. 
Die Liste "Dr. Vojislav Seselj - Serbische Radiale Partei", die 1.023 Stimmen oder 5,19 Prozent erhielt, sowie die Liste "Bewegung zur Erneuerung des Königreichs Serbien - POKS - Ana Stokuca", die von 734 unterstützt wurde, werden ebenfalls Ratsmitglieder in der neuen Versammlung des örtlichen Parlaments haben. Wähler oder 3,73 Prozent.

 

 Wahlen in Serbien am 21.06.2020

 23. Juni 2020

Wer versteht das: erst wird monatelang gegen die Regierung demonstriert - von der Opposition zum Wahlboykott aufgerufen - und dann gewinnt die regierende Partei - rechsnationale Serbische Fortschrittspartei (SNS) - mit absoluter Mehrheit, ca. 63%, die Wahl. 

Die Partei trat mit dem blumigen Namen "Alexandar Vucic - Für die Zukunft unserer Kinder" auf dem Stimmzettel auf.

Die jugoslawische Ära – als Fremde im „Vaterland“

Josef Beer – Donauschwäbische Zeitgeschichte aus erster Hand. 1987

 Die jugoslawische Ära - als Fremde im „Vaterland“

    Als Schnittpunkt verschiedener Kulturen und Ideen mit ihren geistigen Zentren in Rom, Venedig, Wien, Budapest, Istanbul und vor allem Moskau hat der von den südslawischen Völkern bewohnte Raum ein besonderes Gepräge. Darin liegt auch die Erklärung dafür, dass unser Schicksal ein anderes war als das der anderen Donauschwaben in Ungarn oder Rumänien. Als ein Rassestolzes und seiner Eigenart bewusstes Volk lehnte der Serbe im Gegensatz zum Madjaren grundsätzlich eine Assimilation ab; er wollte kein fremdes Volkstum in seinem Volkskörper aufsaugen. Bei dieser ablehnenden Haltung hätten also die Deutschen - selbst wenn gewollt - niemals im Serbentum aufgehen können. Durch ein Aufgehen in fremdes Volkstum war somit das Problem der deutschen Minderheit nicht zu lösen. Die Apartheid der einzelnen Volksgruppen war daher nicht durch eine Integration in eine gemeinsame Nation zu überwinden; der Donauraum war kein Schmelztiegel.     Unsere Parole „staatstreu und volkstreu“ war immer aufrichtig gemeint. Nach unserem ganzen Wesen waren wir immer loyale Staatsbürger, trotzdem begegnete man uns mit Misstrauen. Vielleicht hat ein solches Misstrauen tiefe Wurzeln im Wesen gerade der Serben. Sie unterstellen eben, dass andere Völker auch so eingestellt sind wie sie. Für sie war ihre an sich nicht unbegründete illoyale Haltung gegenüber Ungarn eine nationale Selbstverständlichkeit, daher sahen sie in den Deutschen, aus ihrer eigenen Haltung heraus, immer eine verkappte „Fünfte Kolonne einen Ansatzpunkt für eine Einmischung von außen, obwohl solche Bestrebungen nie vorhanden waren.

    Wenn wir abschließend noch einmal die jugoslawische mit der ungarischen Zeit vergleichen, so kommen wir zur Feststellung, dass zwar die Madjarisierung eine geistige Bedrohung unseres Volkstums, die serbische Einstellung zu uns jedoch eine physische Bedrohung war.     Alles, was sich in der deutschen Volksgruppe abgespielt hatte, war letztlich doch von völlig untergeordneter Bedeutung und ohne den geringsten Einfluß auf die große Politik. Die Deutschen Jugoslawiens wollten den Krieg nicht, konnten ihn aber andererseits auch nicht verhindern. Entgegen ihrem Willen ist es trotzdem zum Krieg gekommen.     Unsere eigene Geschichtsschreibung hat sich noch ausführlich mit der jugoslawischen Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zu beschäftigen. Es gilt dabei folgendes zu belegen:  

l.  Die Einverleibung unseres Siedlungsgebietes in diesen neuen Staat war sowohl eine Verletzung des Völkerrechts als auch im Gegensatz zu den Kriegszielen der Alliierten,    wonach bei Grenzveränderungen eine Volksbefragung voranzugehen habe. Die Serben haben sich darüber hinweggesetzt und diese Gebiete einfach als Kriegs-beute annektiert.

2. Der neue Staat war von vornherein minderheiten- und insbesondere deutschfeindlich ein   gestellt. Alle Bestrebungen gingen darauf hinaus, die Deutschen zu schwächen und sie bei passender Gelegenheit aus diesem Raum zu verdrängen; den Deutschen wurde dort kein Lebensrecht zugebilligt. Die Deutschen waren mit ihrer Losung „Staatstreu und Volkstreu“ immer loyale Staatsbürger, nur der Staat war zu den Deutschen nicht loyal.

3. Der folgenschwerste Verstoß gegen die Gleichberechtigung der Deutschen und die Einengung ihres Lebensraumes war die Agrarreform von ab 1919, verbunden mit einer slawischen Kolonisation und die spätere Liegenschaftsverordnung, wie bereits behandelt. Was dem Kaisern zu unrecht vorgeworfen wurde, trifft hier eindeutig zu: Ein massiver staatlich     gelenkter und geförderter Eingriff in den deutschen Lebensraum zugunsten der Serben.

4. Aus reiner Abwehr gegen die Bedrohung der Volksgruppe ist es zu Aktivierung in der Volksgruppe und zum stärkeren Zusammenschluss im Kulturbund gekommen.   

5. Bei der Betrachtung der jugoslawischen Zeit nimmt das Deutschtum im kroatischen Raum in einigen Beziehungen eine Sonderstellung ein, war es doch hineingestellt in die Auseinandersetzung zwischen den Serben und Kroaten, die letztlich zum Auseinanderbrechen des künstlichen Staates Jugoslawien 1941 geführt hat. Es hat sich erforderlich erwiesen, darüber eine eigene Arbeit, gewissermaßen als Ergänzung zu Dr. Jankos Buch, zu veröffentlichen. Dr. Valentin Oberkersch ist dabei, seine    bereits vor Jahren erschienene Darstellung über dieses Gebiet um die Zeit bis zur Flucht zu ergänzen.  

4. Planmäßig vorbereiteter und grausam durchgeführter Völkermord

    Es wäre historisch falsch, wollte man die Vertreibung und Ausrottung der Deutschen als einen spontanen Racheakt oder als eine zwar harte, aber gerechtfertigte Strafmaßnahme für ein angeblich illoyales oder gar verbrecherisches Verhalten hinstellen. Der Wunsch und der Wille, die Deutschen in ihren Grundfesten zu zerstören und sie aus ihrem geistig-kulturellen und wirtschaftlichen Besitztum zu verdrängen, ist schon gleich nach 1918 zu erkennen gewesen. Der Verlauf des Krieges ab Herbst 1944 bot nur die günstigste Gelegenheit, das Vernichtungswerk noch vor Kriegsende, und zwar systematisch, in Angriff zu nehmen. Beschlossen waren solche Maßnahmen schon viel früher, gesetzlich verankert sind sie allerdings erst seit den berüchtigten Beschlüssen von Jajce am 21. November 1944. Sie enthielten folgende   

Bestimmungen:

1. Alle in Jugoslawien lebenden Personen deutscher Abstammung verlieren automatisch die jugoslawische Staatsbürgerschaft und alle bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte.

2. Der gesamte Besitz aller Personen deutscher Abstammung - sowohl der bewegliche als  auch der unbewegliche ~ hat als vom Staate beschlagnahmt zu gelten und geht automatisch in dessen Eigentum über.

3. Personen deutscher Abstammung können weder irgendwelche bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Rechte beanspruchen und ausüben, noch Gerichte oder staatliche Institutionen zu ihrem persönlichen oder rechtlichen Schutz anrufen. Die Durch-führung dieser Bestimmungen im Klartext:   

1. Massenliquidierung durch Erschießungen, Ermordungen usw. 

2. Massendeportierungen nach Rußland und zu anderen Zwangsarbeiten. 

3. Massenvernichtung durch Hunger und Seuchen in Konzentrationslagern.

   Jedes Fragen nach einer etwaigen eigenen Schuld an diesem Massenmorden, an der grausamen Vernichtung so vieler Menschen ist völlig abwegig. Die Kommunisten brauchten eben unseren landwirtschaftlichen Besitze für die Errichtung von Kollektivbetrieben und den Lebensraum für die Neuansiedlung von Kolonisten. Die Schuld an diesem Verbrechen liegt also ausschließlich bei den neuen Machthabern.  

An einem Mord kann niemals der Ermordete, sondern nur der Mörder Schuld tragen!

   Interessante Darstellungen darüber gibt auch der später in Ungnade gefallene ehemalige Chefideologe der Partisanen, Milovan Djilas, in seinem in deutscher Übersetzung im Molden Verlag, Wien-München 1978 erschienen Memoiren: „Auch die Wojwodina wurde befreit... Damit tauchte auch das Problem der deutschen und ungarischen Minderheit auf...In Wirklichkeit sah sich das Politbüro allein mit dem Problem der ungarischen Minderheit konfrontiert, da das Schicksal der deutschen Bevölkerungsgruppe sozusagen vorbestimmt war. Sowohl unsere Krieger als auch das Volk waren „unserer“ Deutschen dermaßen überdrüssig geworden, dass man im Zentralkomitee die Frage einer Vertreibung viele Male angeschnitten hatte. In den kargen aufständischen Landstrichen meldete sich auch ein Hunger nach fruchtbarem Boden: Ein Großteil des Bodens, der bei der Agrarreform nach dem Krieg aufgeteilt wurde - wenn nicht sogar das meiste davon - hatte in Wirklichkeit den Deutschen gehört.“ Kardelj hob hervor, sie hätten dadurch (gemeint ist die Vertreibung der Deutschen) die produktivste Bevölkerungsgruppe verloren.  Über die ungarische Volksgruppe ist folgendes ausgeführt: „Die Parteiführung der Wojwodina hatte den Standpunkt vertreten, daß man auch die Ungarn aus Jugoslawien vertreiben solle - einen Standpunkt, der sich zweifellos auf der Stimmung des serbischen Bevölkerungsanteils gründete. Es war das die Reaktion auf die ungarischen Okkupanten und die ungarischen ,Pfeilkreuzler`Leute. Diese seien berühmt gewesen, die Nazis noch zu übertreffen: Sie töten die Serben nicht bei Massenerschießungen,... sondern schoben sie , ´nur` unter die dicke Eisdecke der Donau bei Neusatz; sie vertrieben die Serben von ihrem Landbesitz und siedelten dort Ungarn an.“  Das Zentralkomitee entschied sich gegen die Vertreibung der Ungam, und zwar - laut Djilas - mit folgender Begründung:      „Sowjetische Vertreter hatten uns bereits wiederholt wissen lassen, daß die sowjetische Regierung eine Vertreibung der Ungarn mißbilligen würde,... auch sei Ungarn kein so großes Land, das wir es in Zukunft so zu fürchten brauchten wie etwa Deutschland... Und schließlich könnte doch die Bevölkerung, die Frauen und Kinder, an den Verbrechen ihrer Machthaber nicht schuld sein.“  

(Aber keiner fand eine Erklärung dafür, warum dieses Argument nicht auch für die Deutschen gelten sollte.)

    Ähnlich wie die Maßnahmen gegen die Juden im Dritten Reich war die Vertreibung der Deutschen von höchster Stelle beschlossen, denn die ausführende Minderheit der Partisanen handelte ja nur im Auftrag ihrer Regierung, insoweit war also diese Minderheit mit dem ganzen Regime, mit der Staatsspitze identisch, insgesamt also für alles verantwortlich.  

Dieser mit so vielen Kriegsverbrechen belastete Kreis maßte sich an, über uns zu richten! Selbst wenn Menschen aus unseren Reihen Verbrechen begangen haben sollten, so dürften darüber niemals andere, die gleiche Verbrechen verübt hatten, richten.

    Es gehört zwangsläufig zu jedem Bürger- oder Partisanenkrieg, dass er brutal geführt wird und in Scheußlichkeiten ausartet. Wer einen solchen beginnt, muss von Anfang an mit Gegenmaßnahmen rechnen. Mit Kriegsverbrechen in diesem Kampf haben erstmalig die Partisanen begonnen - die deutschen Gegenmaßnahmen waren nur eine Antwort darauf.  

Weiterhin gehört es zu allen Bürgerkriegen, dass hinterher der Sieger blutige Rache am Verlierer nimmt, und zwar wiederum in grausamer Weise. Hinzu kommt hier noch die blutige Balkantradition aus der Zeit der Türkenkriege. Vergleicht man diese Darstellung mit dem Bericht Böhms über die Grausamkeiten des Bürgerkrieges während der Revolutionszeit 1848/49, so findet man darin eine Bestätigung für diese Behauptung.

    Es gab nämlich nicht nur friedliche, mit uns im besten Einvernehmen lebende Serben, sondern auch andere, was jeder Daheimgebliebene bestätigen wird.      An diesem Mordwerk beteiligten sich auch solche, die während des Krieges noch friedliche Bürger waren. Vielleicht wollten sich viele durch dieses Heldentum nach Torschluss nur ein Alibi dafür schaffen, dass sie bislang am Partisanenaufstand nicht teilnahmen. Jetzt wollten sie ihre patriotische Gesinnung durch Morden und Quälen deutscher Menschen unter Beweis stellen.

Da die Deutschen vogelfrei waren, durfte jeder sie töten im Bewusstsein, ein nationales Werk vollbracht zu haben. 

„ Zu unterscheiden ist zwischen töten im Kampf oder nach Kriegsrecht und dem kaltblütigen Morden nach dem Krieg. Töten aus Rache ist reiner Mord!“

         Die zahlreichen deutschen Touristen, die an den wunderbaren Küsten der Adria oder sonst wo im interessanten Hinterland Sonne, Vergnügen und Erholung suchen, wissen und ahnen nicht, was sich dort in der ersten Nachkriegszeit abgespielt hat.      Sicher sind im Verlauf dieses Krieges auch in Jugoslawien viele Menschen durch deutsche Schuld umgekommen, doch daran waren doch in fast allen Fällen gerade die Partisanen schuld, denn sie hatten durch ihren Terror den Anstoß dazu gegeben, sie haben sogar mit voller Absicht deutsche Repressalien provoziert.  

Hinterher haben sie dafür hundertfach an wehrlosen und unschuldigen Zivilisten Rache genommen, und das obendrein in grausamster Weise.   

nach Josef Beer – Herbst 1987 


Seite 16  -  Auszug aus den Mitteilungen der Donauschwaben Nr. 2 v. 15. April 2020 

Zur Erinnerung  

Das darf nicht vergessen werden! 

Es waren die deutschen Bauern im Banat und der Batschka, die das Sumpfland mit Blut und Schweiß zur Kornkammer Pannoniens machten!

*** 

Institut für landwirtschaftliche Betriebs- und Arbeitslehre an der Christian-Albrecht-Universität  

Direktor: Prof. Dr. G. Blohm

GUTACHTEN zur Bewertung der deutschen Bauernwirtschaften im Banat und in der Batschka - zwecks Lastenausgleiches 1952.    

Vor dem Zusammenbruch 1945 war ich Inhaber des Lehrstuhls für landw.Vertriebs- und Arbeitslehre an der Technischen Hochschule in Danzig und an der Universität in Posen. Ich habe während dieser Zeit mehrmals die Batschka in Jugoslawien und das Banat in Rumänien besucht, um deutsche Bauernwirtschaften in ihrer betriebswirtschaftlichen Situation zu studieren. Ich habe auch durch Studenten, die aus dem Südosten stammten, eingehende betriebswirtschaftliche Untersuchungen an deutschen Bauernwirtschaften dieser Gebiete durchführen lassen. Es war mir daher möglich, einen guten Einblick in die betriebswirtschaftlichen Verhältnisse der deutschen Bauernwirtschaften zu erhalten. Ich möchte daher zur Erleichterung der Taxation der Betriebe Anregung geben: Sowohl die Batschka wie das Banat verfügten in der tiefgründigen Schwarzerde auf Lössboden über die wertvollsten Ackerböden, die überhaupt in Europa zu finden sind. Ein ähnlicher Boden existiert in Deutschland in der Magdeburger Börde, der aber nur in den besten Gemeinden die Qualität der Schwarzerde von Banat und Batschka erreicht. Infolgedessen lag auch der Reichsspitzenbetrieb der Reichsbodenschätzung auf Behördeboden im Kreise Catbe, ebenfalls Schwarzerde auf Löss. Teilweise litten die Böden im Frühjahr unter Nässe.

Es waren aber in den Jahrzehnten vor dem Kriege genügend Entwässerungsanlagen geschaffen worden, um diesen Übelstand zu beseitigen. Der gute Schwarzerdboden lieferte beachtliche Erträge bei einem für unsere Verhältnisse unwahrscheinlich geringen Aufwand an Arbeit und Düngung. Kunstdünger wurden wenig angewandt; die Wirkung war auch durch die klimatischen Verhältnisse sehr beschränkt.

Auch die Anwendung von Stalldünger war, verglichen mit deutschen Verhältnissen, gering, erübrigte sich auch dank des hohen, natürlichen Humusgehaltes der Böden.

Die wichtigsten Einnahmen der deutschen Betriebe stammten aus dem Verkauf von Weizen, Schweinefleisch und Hanf, insbesondere in der Batschka. Die deutschen Bauern hatten zur Verwertung des Mais eine sehr intensive Schweinemast aufgezogen und zu diesem Zweck das deutsche Edelschwein und das veredelte Landschwein aus Deutschland eingeführt, das zu den besten Resultaten führte. Da die Preisrelationen zwischen Mais und Schweinen außerordentlich günstig waren, kauften die deutschen Bauern über die eigene Produktion hinaus sehr viel Mais von den einheimischen Bauern zu, um auch diesen noch in der Schweinemast zu verwerten. Die Schweine wurden exportiert nach Osterreich, der Tschechoslowakei und Deutschland.

       Der Besatz an Gebäuden war in den deutschen Betrieben gut und ausreichend. 

   Verglichen mit den deutschen Bauernwirtschaften war der Aufwand im Verhältnis zur Leistung erstaunlich gering. Man konnte in guten Betrieben damit rechnen, dass in dieser Beziehung die Ausgaben höchstens 50% der Einnahmen betrugen, während wir in Deutschland zufrieden sein müssen, wenn die Ausgaben 70-75% der Einnahmen nicht überschreiten. Der Grund hierfür lag in einer verhältnismäßig aufwandschwachen Wirtschaftsweise, die auf den guten Böden trotzdem beachtliche Erträge erzielte und in den Löhnen und Lasten (Steuern usw.). Infolgedessen erreichten die deutschen Bauern in der Batschka und im Banat einen Lebensstandard, der nur mit den besten und wohlhabendsten Bauernwirtschaften des Reiches verglichen werden kann. Die Deutschen Bauernwirtschaften von Batschka und Banat gehörten ohne Zweifel zu den wohlhabendsten Bauern Europas überhaupt. Das wirtschaftliche Niveau der deutschen Bauernwirtschaften lag sehr erheblich über dem der rumänischen und jugoslawischen.  

Dies geht insbesondere aus der Tatsache hervor, dass alle deutschen Gemeinden, die an eine rumänische oder jugoslawische Gemeinde angrenzten, sehr viel Boden zukauften. Der Bodenbesitz in fremden Gemeinden betrug bei den deutschen Bauern häufig 50% und mehr des Eigentums in der eigenen Gemeinde. 

Die starke Überlegenheit der deutschen Bauernwirtschaften gegenüber den in Jugoslawien und Rumänien war begründet durch ihren Fleiß, bessere Wirtschaftsweise und nicht zuletzt durch die Entwicklung der äußerst rentablen Schweinemast.

Gezeichnet: Blohm 

                                                                                     *****   

Zum Schluss wäre noch zu bemerken, dass das gesamte Feld (Ackerland, Wiesen und Weingärten) der Volksdeutschen in der Vojvodina, das 389.256 ha betrug, vollständig vom Staat konfisziert wurde. Darin ist das Feld der katholischen und evangelischen Pfarreien nicht enthalten. Von den landwirtschaftlichen Flächen, die Insgesamt in der Vojvodina vom Staat vereinnahmt wurden, betrugen die der Volksdeutschen etwa 60%. In manchen Ortschaften war es so, dass die Volksdeutschen Bauern so nach und nach den andersnationalen Bauern, hauptsächlich den Serben, das Feld buchstäblich bis vor die Haustür abgekauft haben!    

Der Bericht wurde zusammengestellt von J. V.S, im März 2020

Reise nach Siwatz      ????????????   !!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Wie ich gehört habe, plant die HOG Siwatz vom 21. bis 25. April 2020 eine Reise in die Batschka mit Siwatz.

Näheres ist unter - https://www.egg-leo.de/de/vereinsverzeichnis/vereine/Heimatortsgemeinschaft-HOG-Siwatz-e-V.php - von Frau Dinges zu erfahren.

30.01.2020                                   Sarma-Essen

Sarma-Essen bei den Albstadter Donauschwaben am So. 16. Februar 2020. Bitte voranmelden!

http://www.donauschwabenalbstadt.de/

19.01.2020    Kischkerer Familienbücher

Wie mir unser Freund Zoran aus Kischker mitteilte, sind unsere Familienbücher - Standesamtbücher von Backo Dobro Polje nach Novi Sad (Neusatz) ins Archiv der Vojvodina gebracht und digitalisiert worden.

https://arhivvojvodine.org.rs/index.php/en/

Die gesamte Dokumentation seit 1916 wurde digitalisiert, so dass in der Gemeinde in Bačko Dobro Polje für jede nach 1916 geborene Person eine internationale Geburtsurkunde ausgestellt werden kann.

Die Gebühren am Ort liegen bei ca. 450 Dinar. (ca. 4,00 Euro)


Entnommen aus BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN vom Samstag, 12. Oktober 2019




Ergänzung zu obigem Thema unter dem Link: https://bnn.de/lokales/bretten/22-monate-auf-der-flucht


 Entnommen aus dem Reutlinger General-Anzeiger vom Samstag, 5. Oktober 2019


 





Link: www.neu-pasua.de


Eine etwas andere Geschichte: https://www.geschichte-der-donauschwaben.info/schicksal-der-in-der-batschka-gebliebenen



 Aus den Badische Neueste Nachrichten vom 30. Sept. 2019


Festumzug: Cannstatt

Am Sonntag, 29. September, ab 11 Uhr findet in Stuttgart - Cannstatt ein Historischer Festzug statt. Dort wird eine Trachtengruppe der Donauschwaben Albstadt mitwirken und auch Trachten von Kischker tragen. 

Der Umzug wird zeitversetzt am Sonntag im Fernsehen von 15:55 Uhr bis 18:00 vom SWR gezeigt.

https://www.cannstatter-volksfest.de/de/volksfest/festumzug/

http://www.donauschwabenalbstadt.de/

Donaufest 2020 - findet nicht statt !!!


 

Heute schon möchte ich auf das internationale Donaufest in Ulm, das im Jahr 2022 wieder stattfindet, hinweisen.

            Dieses Fest findet alle 2 Jahre statt. Informationen finden sie unter dem Link:   https://www.donaufest.de/ 

             


 



Ps. Bei meinem letzten Besuch des Donaufestes 2016 habe ich meine letzte, sehr gute, gedünstete "Brodworschd" gess. 

Danach eine Palatschinke mit Schnegl, aus der Hand, und dabei mein Hemd versaut. Jeder hat gleich gesehen, was der Werner gegessen hat. 

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Bei einem Besuch würde sich auch ein Abstecher in das

Donauschwäbische Zentralmuseum DZM  ebenfalls in Ulm anbieten.

  http://www.dzm-museum.de

Gedenkstätte Heuwiese

Ende Mai 2019 besuchten wir die Gedenkstätte Heuwiese bei Hodschag (Odzaci), wo 212 unschuldige Menschen aus Filipowa durch ein Mordkommando der Partisanen am 25. November 1944 hingerichtet wurden. 

Dabei stellten wir fest, dass der Granit-Belag der Bodenplatte fehlte. Wir hatten schon die schlimmsten Befürchtungen.

Herr Mihajlo vom Deutschen Verein in Odzaci, schickte mir auf meine Anfrage jetzt ein Bild mit dem neuen Belag.

Jetzt sieht die Gedenkstätte wieder würdig aus. Vielen Dank!          1.7. 2019  Werner Neumann  

 

Gedenkstätte: Heuwiese - Filipowa

 

Am  5. April 2019 verstarb nach kurzer und schwerer Krankheit Herr Anton Beck in Sombor.  

http://www.sombor-blog.de 

Vorsitzender des Nationalrates der deutschen Minderheit in Serbien und langjähriger Vorsitzender 
 des Deutschen Humanitären Vereins „St. Gerhard" in Sombor.                                 

 !!! alter Bericht !!!

http://www.heimathaus-zehntscheuer.de/projekt/ad10/-02-Heft-10_Heimatvertrieben-Seiten22.pdf 

Neues aus der Vojvodina

https://www.deutschlandfunk.de/suchergebnisse.448.de.html?search%5Bsubmit%5D=1&search%5BwithNews%5D%5B%5D=WithNews&search%5Bword%5D=vojvodina

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Belgrads langer Arm reicht bis Novi Sad

https://www.deutschlandfunk.de/vojvodina-in-serbien-3-5-belgrads-langer-arm-reicht-bis.795.de.html?dram:article_id=435937 

Donauschwäbisches Museum in Sombor 2018 

   Besuch des Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Donauschwaben, Hermann Schuster, und des Vorsitzenden des Deutschen humanitären Vereins Gerhard e. V. Sombor, Anton Beck, im Rathaus der Stadt Sombor am  22.03. 2018.

   In Sombor wird ein Donauschwäbisches Museum errichtet. Anlässlich ihres Besuches am 22.03.2018 im Rathaus der Stadt Sombor wurden der Vorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben - Landesverband Bayern e.V., Hermann Schuster, und der Vorsitzende des Deutschen humanitären Vereins Gerhard Sombor, Anton Beck, vom Stadtrat Nemanja Sarac, Beauftragter der Stadt Sombor für Kultur, Bildung und Minderheiten mit einer Aufsehen erregenden Mitteilung überrascht: Herr Sarac berichtete, dass die Stadt Sombor schon vor längerer Zeit bei der Serbischen Staatsregierung das Projekt Grassalkovich Palais beantragt habe und hierfür soeben per E-Mail die Genehmigung erteilt worden sei.

    Die Genehmigung beinhalte die vollständige Übernahme aller Sanierungskosten des aus der Mitte des 18..Jahrhunderts stammenden historischen Gebäudes der seinerzeitigen kaiserlichen Ansiedlungsbehörde und die Kosten der Neugestaltung der Infrastruktur (z. B. Kanalanschluss, Zuwegungen etc.). Das Projekt sieht vor, dass dort im Erdgeschoss ein Museum eingerichtet wird, das die Geschichte, Kultur und Lebensweise der seinerzeit in der Vojvodina lebenden Donauschwaben darstellen soll. lm Obergeschoß im Kulturbereich sollten überregional wirkende Institutionen, wie z. B. das Goethe-Institut, die Möglichkeit haben, Büros zu beziehen. Wenn die genauen Genehmigungsunterlagen vorliegen, sei die Voraussetzung für weitere Maßnahmen gegeben: z. B. Abschluss eines Überlassungsvertrages für die notwendigen Museumsflächen mit der deutschen Minderheit oder Gründung einer Betreibergesellschaft - Stadt Sombor und deutsche Minderheit, Erarbeitung eines Museumskonzeptes, Beschaffung von Finanzierungsmitteln für die Museumsgestaltung u.v.m. Beide donauschwäbischen Gäste waren über diese Nachricht nicht nur hoch erfreut, sondern kündigten auch an, ihrerseits alle weiteren Schritte umgehend einzuleiten: so möchte z.B, Herr Beck für die Erarbeitung eines fundierten Museumskonzeptes möglichst kompetente Historiker gewinnen und Herr Schuster sicherte zu, das Projekt von Seiten des Bayerischen Landesverbandes der Donauschwaben nach besten Kräften zu unterstützen. 

  Haar, den 04. April 2018 

  HS/in

Ps. Im November 2019 soll das Museum fertig sein und eingeweiht werden.

 Die Eröffnung hat sich auf das Jahr 2020 verschoben.

            Kirchweih-Feier der Kischkerner und Freunde  am 13. Oktober 2018 in KA-Neureut. 

Wieder haben 30 fitte und treue Seelen den Weg nach Neureut zur Kirchweihfeier gesucht  und gefunden. Denen die verhindert waren oder wegen einer Krankheit nicht dabei sein konnten wünschen  wir, dass sie zur Frühjahr- und Jahrgang-Feier wieder mitfeiern können. 

Webseite Ortsgruppe: www.donauschwabenalbstadt.de

 Die Tanz-Gruppe kann zu Veranstaltungen eingeladen werden!

 Aus BADISCHE NEUESTE NACHRICHTEN vom 17. Mai  2018

Zerfall Jugoslawiens wirkt noch nach

Auf EU-Gipfel in Sofia will Bulgariens Premier Borissow

für den Beitritt der Balkanländer werben. 

Korrespondent Rudolf Gruber 

Sofia. Bulgariens Premier Boiko Borissow will den EU-Vorsitz seines Landes bis Ende Juni mit dem Balkangipfel krönen. 

Er ..................... 

Letzter Absatz:

  So dürfte auch nach Sofia die EU in der Kosovo-Frage gespalten bleiben. Die fünf Mitgliedsländer, welche dem jüngsten Staat Europas die Anerkennung verweigern, haben entweder selber Konflikte mit Minderheiten wie Rumänien, die Slowakei und Spanien; oder Streit mit Nachbarn wie Griechenland und Zypern. Spaniens Premier Mariano Rajoy hat seine Teilnahme in Sofia bereits abgesagt. Seine Regierung kann schlecht die Unabhängigkeit Kosovos von Serbien anerkennen und sie gleichzeitig den Katalanen verweigern. Das Kosovo wird wegen des strittigen Status von Brüssel vorerst bloß als „potenzieller Kandidat“ eingestuft. Dafür gibt es noch andere gravierende Gründe. So fordert die EU die Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und Kosovo. Doch der Dialog unter EU-Vermittlung wird seit Monaten von beiden Seiten aus machtpolitischen Motiven blockiert. Ein weiterer Grund ist, dass der kleine Albanerstaat noch tief in seiner traditionell mafiosen Clan-Struktur steckt, vor der sogar die EU-Aufsichtsmission Eulex kapituliert hat; sie wird Mitte Juni nach zehn Jahren mangels Aussicht auf Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien aufgelöst. Juncker nannte Serbien als Beitrittsfavoriten. Aber auch dessen Präsident Aleksandar Vucic hält wenig von Demokratie und Rechtsstaat. In den letzten Jahren etablierte er ein autokratisches, korruptes Klientelsystem, gegen das die Opposition machtlos und die EU blind ist. Vucic gängelt die Justiz, schikaniert die Medíen und schafft es dennoch, in Brüssel als pro-europäischer Pragmatiker zu gelten, der besonders die Sympathie der deutsche Kanzlerin Angela Merkel genießt. Seine Regierung gilt fälschlicherweise als wichtigster Stabilitätsfaktor der Region, dabei öffnet Vucic weit die Tore zum Balkan für Russlands geopolitische und Chinas wirtschaftliche Interessen, um so die EU unter Druck zu setzen. Neulich hat sich Vucic auch mit dem türkischen Diktator Recep Tayyip Erdogan verbrüdert.  

Gedenktafel:

Am 29. April 2018 informierte mich Herr Robert Lahr telefonisch, dass es im Rat der Gemeinde Werbaß, keine Mehrheit zum Aufstellen der Gedenktafel - beim Ahnendenkmal in Kischker  gegeben hat. 

Begründung:

"Viele Angehörige und Männer - der mit Namen aufgeführten Personen - waren  Mitglieder bei der Waffen-SS."

Aus "Der Donauschwabe" vom 15 April 2018 

CDU lehnt Ausstellung der AfD zur Donauschwaben-Tragödie ab. 

Begründung: "Viele Donauschwaben waren bei der Waffen-SS

Das Verhalten der CDU im Landtag Rheinland-Pfalz ist nicht nur historisch verwerflich, sondern auch nicht nachvollziehbar.

   Die Alternative für Deutschland (AfD) hat einen Antrag zu einer Ausstellung mit dem Titel.

"Den Opfern des Kommunismus gedenken, an das Schicksal der Donauschwaben erinnern" eingebracht, die in den Räumlichkeiten des Rathauses der Stadt Koblenz gezeigt werden sollte. Ob die Antipathien gegenüber der AfD dabei eine Rolle spielten war nicht auszumachen. Warum die AfD diese Ausstellung machen wollte ???

   Wie es auch sei - hier ging es in erster Linie um das Schicksal der Donauschwaben in Jugoslawien gegen Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg.

**************

PS:

   Weil Jugoslawien Ausland war  - die Donauschwaben jugoslawische Staatsbürger - konnte diese nur in die SS eingezogen werden, wie auch Freiwillige z.B. die Holländer, Engländer, Franzosen, Serben und Bosnier,  nur in der SS dienen konnten. So war es auch im besetzten Jugoslawien mit den Donauschwaben.

    Sie “gingen nicht zur SS, sie wurden hineingepresst!“ Die Nichtbefolgung der Einberufung zieht die strengste Strafe nach sich -  hieß es im Einberufungsbefehl.

      Das sind Tatsachen, die auch unsere Volksvertreter kennen sollten und nicht solche unqualifizierten Aussagen in die Welt setzen. Diese Begründung sagt viel über die Qualität, Niveau und Hilflosigkeit unserer Politiker zu diesem Thema aus.

Selbst nach einer Aufklärung keine Entschuldigung.

Nur die Entgegnung: "So würde man die Absage nicht mehr begründen"

Dann wundern sich diese Damen und Herren über so manches Wahlergebnis!

W.N.  

SINDELFINGEN  

Gedenkfeier

70 Jahre nach Schließung der Internierungs-/Vernichtungslager im ehemaligen Jugoslawien 

Aus Anlass der Gedenkfeier sind am Samstag, 14. April 2018, Andreas Klein 1. Vorsitzender des Heimatortausschusses Kischker, Sebastian Gerber und ich, Werner Neumann, nach Sindelfingen zur Gedenkfeier ins Haus der Donauschwaben gefahren.

Zusammen mit ca. 120 Gästen konnten wir eine bestens durchorganisierte Feier miterleben.

Viele Zahlen und Einzelschicksale wurden von den Rednern vorgetragen. Einige  der damals Betroffenen und Zeitzeugen waren unter den Gästen.  Es war eine gelungene und ergreifende Feier.

Anschließend waren wir zu Kaffee und Kuchen eingeladen, gespendet von der Bäckerei-Konditorei Sehne. Vielen Dank!

Bei Kaffee und Kuchen konnten interessante Gespräche geführt werden. 

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In den Monaten März bis Mai 1948 wurden die Vernichtungslager im ehemaligen Jugoslawien aufgelöst. Die Überlebenden dieser schrecklichen Zeit - Herbst 1944 - wurden entlassen. Sie durften aber nicht zurück in ihren ehemaligen Wohn- oder Geburtsort - es war keine Freiheit. Die Menschen  mussten sich auf drei Jahre Zwangsarbeit auf Staatsgüter verpflichten. Frei waren unsere Leute erst nach Ablauf dieser drei Jahren.

   Die meisten stellten dann gleich einen Ausreise-Antrag und sind nach Deutschland ausgereist.  

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Die Feier  

Im Festsaal

 

Das Programm: 

Im Festsaal: 

Musikstück: von Ludwig van Beethoven 

Einzug mit den Holzkreuzen, die mit den Namen der Läger versehen sind. 

                                        ********** 

Begrüßung: Hans Supritz

Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben 

                                        ********** 

Grußwort: Henriette Mojem

Geschäftsführerin des Vereins "Haus der Donauschwaben" 

Musikstück: von Peter Tschaikowsky 

                                          ********** 

Ansprache: Erzbischof em Dr. Robert Zollitsch 

und Pfarrer i.R. Jakob Stehle 

Musikstück: von Wolfgang Amadeus Mozart 

                                           ********** 

Andacht: Erzbischof em Dr. Robert Zollitsch

und Pfarrer i.R. Jakob Stehle 

Musikstück: von Franz Schubert 

                                          *********** 

Totengedenken im Ehrenhof: 

Worte des Gedenkens: Josef Jerger

Stv, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben

Kreuze werden nach Aufruf einzeln vorgetragen.

Für jedes Kreuz ertönt ein Glockenschlag. 

Gemeinsames Lied: "Christ ist erstanden" 

Gebet und Segen:

Erzbischof em Dr. Robert Zollitsch und Pfarrer i.R. Jakob Stehle 

Gemeinsames Lied: Großer Gott wir loben dich 

Dankesworte: Otto Harfmann

Stv. Bundesvorsitzender  der Landsmannschaft der Donauschwaben

 

Einladung zu Kaffee und Kuchen! 

            

Badische Neueste Nachrichten vom 28. Februar 2018

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Berlin dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic ihre Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union (EU) zugesagt.

  "Wir sind beeindruckt, wie Serbien auf dem Weg der Reformen weitergeht", sagte Frau Merkel an Dienstag, 27.02.2018.

    Reformen in der Rechtstaatlichkeit und Schutz der Grundrechte müssen noch vorangetrieben werden. Der Konflikt mit dem Kosovo muss beigelegt werden. 

Die EU bemüht sich seit Jahren weitgehend erfolglos, zwischen den zerstrittenen Nachbarn zu vermitteln.

 

Am 6. Mai 2017: Gedenkstätte Jarek ist nach -zig Jahren des Wartens auf eine Genehmigung, errichtet und                                                              eingeweiht worden. WN  

Veröffentlicht am 06.05.2017 in der Zeitung  WeLT

Sie wurden misshandelt, vertrieben und ermordet: Von den ursprünglich 550.000 Donauschwaben gibt es heute nur noch rund 4000. Bisher ein Tabuthema. Jetzt erlaubt Serbien das Gedenken an die Opfer. Jahrzehntelang wurde das Thema totgeschwiegen, jetzt erlaubt Serbien das Gedenken an Hunderttausende vertriebener Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg. Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic weihte am Samstag in der Gemeinde Jarek nördlich der Stadt Novi Sad eine Gedenkstätte für die misshandelten, vertriebenen und ermordeten Donauschwaben ein.

  Der Schritt wurde als Geste der Regierung für die Aussöhnung und die Auseinandersetzung mit diesem bisherigen Tabuthema aufgefasst. „Nur durch die Achtung fremder Opfer werden wir das Recht haben, auch Respekt und Recht für unsere Opfer zu verlangen“, begründete Vucic den serbischen Schwenk.

     Rund 550.000 Deutsche waren zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert in menschenleere Gebiete des späteren Jugoslawiens eingewandert. Sie bestimmten weite Teile der Landwirtschaft, des Handwerks und des Handels.

     Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic eröffnet eine Gedenkstätte für die misshandelten, vertriebenen und ermordeten Donauschwaben.

Quelle: dpa/Regierung von Serbien/htf

    Historiker schätzen, dass sich die Hälfte der 550.000 Deutschen im damaligen Jugoslawien der Hitler-Ideologie verschrieben hatte und dass zahlreiche von ihnen zum Beispiel in der Waffen-SS schwere Kriegsverbrechen an Jugoslawen verübt hatten.

  Da sie am Kriegsende deswegen Sanktionen befürchteten, zog gut die Hälfte dieser Menschen gemeinsam mit der deutschen Armee ab.

  Etwa 160.000 Unbelastete wollten ihre Heimat nicht verlassen, wurden aber kollektiv von der Regierung in Belgrad zu Kriegsverbrechern und Volksfeinden erklärt. Der größte Teil von ihnen wurde in Lager gesperrt, wo Zehntausende an Cholera, Typhus, Wundfieber und Hunger starben.

     Viele wurden einfach ermordet. Das Lager Jarek existierte von Dezember 1944 bis April 1946. Hier waren bis zu 17.000 Menschen interniert, von denen 6.500 starben. Heute leben noch etwa 4.000 Deutsche in Serbien.  

Bundeskanzlerin Merkel setzte sich persönlich für die Gedenkstätte ein.  

     Diese große Vertreibung und Misshandlung der deutschen Minderheit durfte zu kommunistischen Zeiten im früheren Jugoslawien nirgendwo auch nur erwähnt werden.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich persönlich bei ihrem Amtskollegen Vucic für die Genehmigung der Gedenkstätte Jarek eingesetzt.

     Seit einigen Jahren können Nachfahren der Donauschwaben sogar Anträge auf die Rückerstattung des einstigen Land- und Hausbesitzes ihrer Vorfahren stellen.

 

Gedenkstätte Jarek               

Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

                                                  

Text-Serbien

                                                                                                                Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

 

 

Jarek serbisch

                                                                                                                                                    Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

 

 https://www.youtube.com/watch?v=rzHcNBfiiEc     <<<<   Einweihungsfeier 

 

So sah die Gedenkstätte

- viele Jahrzehnte -

vorher aus!

 

Im Oktober 2017:

Mitten auf der Hauptkreuz-Gasse in östlicher Richtung wird eine Orthodoxe Kirche gebaut.

Das Fundament mit der Bodenplatte gibt es schon viele Jahre.

Vor  Jahren ist das Geld ausgegangen.

Jetzt geht der Bau weiter!? 

  

Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

Gebaut wird zum Teil auch mit Ziegelsteinen von alten Kischkerer Häusern.

*****

Keine 20 Meter entfernt - von dem Platz - wo unsere  Kischkerer Kirche stand


  WN 

 Abendstimmung an der Donau in Apatin  

Foto: Werner Neumann, Oktober 2017

 Foto: Werner Neumann, Okt. 2017

  

Foto Ch. E.

NoviSad / Neusatz - Peterwardein mit der Festung

 

 



Aufgefallen im Okt. 2014 bei unserer Kischker-Reise:

 

Die Trafostation im Zentrum - aus Kischkerer Zeit  - gibt es nicht mehr.

Bei meinem Besuch 2012 stand sie noch.



                                       

 

Auf den Ortsschildern wurde der lateinische Schriftzug Backo Dobro Polje entfernt

Jetzt gibt es die Schilder nur noch mit der kyrillischer Schrift.

2012 waren noch beide Schriften drauf. Das muss niemand verstehen! 

 

  2012

 

   

 

              

                                 

                 

                              2014         

 

Es gibt Tage, da müssen wir uns selbst ein Lächeln schenken.